Posts by JD-Astronomie

    Moin Astros,


    Heute hatten wir eine EQ6 für den Einbau einer anständigen Polachse da. Diese Montierung hatte einige Besonderheiten, von denen ich Euch eine nicht vorenthalten möchte. Die Einstellschraube für die Polhöhe, welche sehr flach auf den Aluminiumzapfen auftrifft, wurde gegen eine Sechskantschraube getauscht. Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen, jedoch war es leider eine typische "Baumarktschraube" der Festigkeitsklasse 4.6


    Wenn diese Einstellschrauben ausgetauscht werden, verwendet bitte stabile Schrauben der Festigkeitsklasse 10.9 - die gibt es auch verzinkt.


    Dass das Gewinde im Aluguss überhaupt mitgemacht hat, was der Schraube passiert ist, zeigt sehr deutlich, wie weich 4.6 eigentlich ist ... die Schraube ist so flach aufgetroffen, dass sie sich verbogen hat und auf dem Aluzapfen bis an die Spitze gewandert ist. Von hier aus hat sie sich dann seitlich weitergebogen und ist wieder am Aluzapfen heruntergewandert. Der sah danach so aus:



    Übrigens hatten wir schon eine EQ6 da, bei der sogar eine Schraube von VTSB verbogen war. Ein zusätzliches Gegenlager aus Stahl macht in den meisten Fällen Sinn und vermeidet zu flaches auftreffen der Schraube. Dann reichen auch Schrauben mit Hebelgriff (Festigkeitsklasse meist 5.8) - die gibt es als Normteil z.B. bei Ganter-Griff oder Norelem.


    Die vorgefundene Schraube war so krumm, dass sie nicht mehr gedreht werden konnte - sie stieß ganz einfach an den seitlichen Alubacken an. Hier half dann nur Kopf absägen, mit einer kleinen Trennschleifscheibe die Schraube einschneiden, Schraube abbrechen, den Rest ausbohren und das Gewinde mit einer Stahlhülse M14/M10 reparieren. Inzwischen ist die Montierung wieder einsatzbereit - mit neuer Polachse, rostfreien Stahlbuchsen für die Polhöhenschrauben, zusätzlichem Gegenlager aus rostfreiem Stahl und stabilen Schrauben für die Polhöheneinstellung.


    Hier noch ein paar Bilder von dem, was besser nicht passieren sollte ...







    Viele Grüße
    Janina

    Moin Astros,


    normalerweise fotografieren wir ja nicht - das können andere viel besser. Den aktuellen Kometen wollten wir in den Osterferien aber doch mal festhalten. Also haben wir auf Google-Maps einen brauchbaren Beobachtungsplatz nördlich von Heide gesucht und gefunden. Wie sich bei der Ankunft herausstellte, war es ein Feldweg hinter einem Bauernhof "Anlieger frei". Nun ja, ein Anliegen hatten wir ... Allrad und genug Bodenfreiheit auch, also ab auf's Feld.


    Nachdem die GP-Montierung auf Zeiss-Holzstativ grob eingerichtet war, haben wir einige Bilder mit dem 150/750 Refraktor von Skywatcher aufgenommen. Die Kamera war eine Pentax K-7 bei ISO 1600 und 3 Minuten Belichtungszeit. Es wurden keine Flats oder Darks aufgenommen. Stacking haben wir probiert, aber das wird alles Mist. Zum Scharfstellen wurde eine schnell aus Papier ausgeschnittene Scheinerblende verwendet. Die Nachführung lief ohne Guiding.


    Mit der Stadt im Rücken ließen sich der Komet sowie die nicht weit entfernte Galaxie M31 am 1. April noch um Mitternacht (da wurde auch das Foto gemacht) mit bloßem Auge beobachten. Im 10x50 Fernglas befanden sich beide Objekte in einem Gesichtsfeld und waren sehr schön anzusehen.




    Aufgrund der doch recht kühlen Verhältnisse (Stativ im Boden festgefroren) haben wir an den folgenden Abenden darauf verzichtet den Platz noch einmal aufzusuchen und haben uns einfach in den Garten gestellt - mit Fluchtmöglichkeit ins Warme ;-)
    Die Übersichtsaufnahmen sind am 2. und 3. April 2013 mit einem 70-300 Sigma Objektiv an einer Pentax K-7 zwischen 70 und 200mm Brennweite entstanden. Belichtet wurde zwischen 3 Minuten bei ISO 1600 und 8 Minuten ISO 200 (letztes Bild). Dabei stand der Komet schon recht tief und inmitten der Lichtglocke von Heide, SH.






    Viele Grüße senden die Gelegenheitsfotografen
    Eike & Janina

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    Das Entkoppeln wird schwer, [...]


    Frag mal http://www.willbrandt.de/willbrandt/de/index.php
    Die haben geschäumte Isolationsplatten in - wenn ich mich recht erinnere - 12 Härtegraden. Damit haben die schon alles mögliche entkoppelt - von Omas Gläserschrank neben stark befahrener Straße bis zum kompletten Tonstudio neben einer Eisenbahnlinie. Natürlich haben die Experten, die Deinen Fall durchrechnen können, um die beste Härte und Verteilung zu ermitteln.

    Hallo und Willkommen ins Münsterland. Neben den Sternfreunden Münster ist der Naturwissenschaftliche Verein Osnabrück mit der Sternwarte Oldendorfer Berg (60cm Cassegrain und etwas "Kleinkram") auch nicht aus der Welt. Wenn Du mal in der Gegend bist, schau doch mal rein ...


    LG
    Eike & Janina

    Interessante Größe! Wir waren letzte Woche und Gestern auch auf Pilzjagd. Vor einer Woche war es wohl noch zu trocken, da war nix zu sehen. Nicht einmal Fliegenpilze ...
    Gestern sah es deutlich besser aus, wir haben uns aber auf Steinpilze beschränkt. Mit ca. 8cm Höhe noch recht jung und vollkommen ohne Maden/Würmer :)
    Mangels Knipse gibt es ledier keine Bilder, vielleicht nächste Woche ...


    LG
    Eike & Janina

    Schöner Umbau! Danke für die Bilder.


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    Das betrifft genauso den Baader Steeltrack (3").


    Dessen Billiglager gehen gerne mal kaputt, können aber recht einfach durch Lager vom Typ 684 ersetzen. Die bringen weniger Spiel und dickeres Blech mit. Gegen das Durchrutschen hilft Aufrauhen von Welle und Stahlblech. Unser Steeltrack hat sich dadurch stark verbessern lassen.

    Hallo Dominique,


    an die Madenschrauben kommst Du nur heran, wenn Du die Plastikdeckel ab machst. Die Schrauben drücken auf eine Stahlscheibe, dann folgt eine dünne Plastikscheibe und dann kommt der Alukörper der Montierung. Mit den einstellschrauben der Polhöhenverstellung kann die Polhöhe natürlich eingestellt werden, aber das Ganze ist sehr schwergängig. Soll das verbessert werden, hilft nur eine neue Polachse in Gleitlagern. Danach ist das Spiel von Welle zu Bohrung von 0,5mm auf 0,02mm geschrumpft. Schöner Nebeneffekt: die Madenschrauben müssen nicht volles Pfund angeballert werden und die Polhöheneinstellung ist schön leichtgängig. Auf dem 2. Bild siehst Du eine Vertiefung. Dort liegen Plastikscheibe und Stahlscheibe ...





    So trifft die südliche Einstellschraube auf, was den hohen Kraftaufwand und das Verbiegen der Schraube erklärt:




    Um das zu verbessern, kann man ein zusätzliches Gegenlager aufschrauben. Hier findest Du einen kleinen Bericht zum Einbau: http://meine-sternwarte.de/ind…0-neue-polachse?showall=1

    Moin Astros,


    dass die "Polachse" der EQ6 enormes Spiel hat, sollte ja inzwischen bekannt sein. Hier mal zur Verdeutlichung ein kurzes Video. Es wurden nur die drei Madenschrauben unter dem Plastikdeckel der Gradskala gelöst. Die als Polachse wirkende M10-Schraube ist noch fest angezogen.


    http://www.youtube.com/watch?v=0wWLJ2xcYEY&feature=plcp


    Die Madenschrauben sind normalerweise so stark angezogen, dass ein Bewegen des Polblockes von Hand kaum möglich ist (wenn die Montierung auf dem Tisch liegt). So kann man Spiel natürlich auch verstecken ...
    Btw, die Deckel kriegt man am besten mit einem flachen Messer ab. Vorher einfach mit einem kleinen Schraubenzieher eine Stelle hoch hebeln.



    Hi,


    mit den 30 Euro kann ich zwar mithalten, ich glaube aber nicht das die Qualität besser wäre. Solche Teile können viel günstiger und schneller auf CNC-Maschinen gefertigt werden. Da sind die Dreharbeiten bei einem Langdreher dann in einer Minute, maximal 2 Minuten erledigt. Industriell Eloxiert wird sowas meist als Schüttgut mit ca. 30% Ausschuss. Von Hand würde ich mal sagen das Drehen dauert ca. 30 Minuten, je nachdem wie fummelig das Webcam-Gewinde ist. Für das Eloxieren kannst Du nochmal mindestens ein halbe Stunde Handarbeit rechnen, die Laufzeit in den einzelnen Bädern liegt bei gut 2 Stunden.


    Als Einzelanfertigung wäre dieses Teil für 30 Euro also sehr günstig. Als Massenprodukt fällt aber schon ordentlich Gewinn ab. Unter 500 Stück brauchste da aber nicht anfangen.

    [...] empfiehlt sich eine Säulenverlängerung von 22cm Länge(TS) sowie ein Geoptik-Adapter HEQ5 auf EQ-6. Die der Säulenverlängerung beigefügte Schraube ist allerdings zu kurz und wurde durch eine M-12-Gewindestange mit Sternschraube ersetzt (sichtbares Gewinde 65mm). Da die HEQ-5 nur eine m10-Aufnahme hat, habe ich diese auch auf M12 erweitert [...]


    Hallo Achim,


    bekommst Du alles auch bei mir, sollte mal der Bedarf aufkommen. Bei 22cm Länge kostet das auch nicht wesentlich mehr als die 118 Euro. Schön stabil mit verschraubten Endstücken. So kann die Verlängerung auch mit anderen Montierungen eingesetzt werden, sollte sich der Wunsch ergeben.


    LG
    Janina
    www.jd-astronomie.de

    Noch was ... das Holzmodell für das Gießen der Füße haben wir noch. Leider aber keine Beziehungen mehr zu einer Gießerei. Die spanende Bearbeitung ist dafür inzwischen mit eigenen Mitteln problemlos machbar, auch für andere Rohrdurchmesser. Für das Gießen würden bei Einzelstücken allerdings mehrere hundert Euro fällig. Würde sich wohl nur lohnen, wenn z.B. 10 Sätze zusammenkommen. Einfacher und günstiger wäre z.B. eine Schweißkonstruktion aus Stahlprofilen.


    Hier ein Bild vom Modell:


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    [...]mehr die, die sich von außen eingeleitet durch das Marterial fortpflanzen und durch den Sand absorbeirt werden.


    Deswegen werden einige Lautsprecherbocken auch aus Sandstein oder Schieferplatten gebaut oder Maschinenkörper von Drehbänken und Fräsen aus Gußeisen hergestellt. Durch den Aufbau dieser Materialien werden die eingeleiteten Schwingungen gut abgebaut.


    Wir haben eine GP-Montierung auf einer kleinen Stahlsäule mit selbstgestrickten Füßen aus Aluminiumguss. Am unteren Ende der Säule wurden alte Autoreifenbleie in Kunstharz (mit Eisenspänen) eingegossen. Das bringt den Schwerpunkt schön nach unten und die Ausschwingzeit ist wirklich gut. Letzte N8 getestet: Wenn der 150/750 Refraktor zusammen mit einem Multi 80S und etwas Zubehör auf einer Doppelklemme mit 300mm Achsabstand montiert ist, beträgt die Ausschwingzeit nach kräftigem Antippen der Säule (am oberen Ende) ca. 2 bis 3 Sekunden. Für die kleine, fast schon überladene GP ist das recht gut.



    Hier mal ein Bild der Säule:




    Bei einer stationären Säule Knotenbleche einschweißen sollte jede örtliche "Schlosserbude" können. Es muß halt nur etwas auf die Reihenfolge der Nähte geachtet werden wegen Verzug und Spannungen.


    Bei Bedarf können wir gerne einen Kontakt vermitteln, der günstig die passenden Bleche per Lasercutter schneidet. Hier mal ein Beispiel von einer Säule für die G11 mit 5mm dicken Knotenblechen. Die Bleche und die Bodenplatte (incl. der Löcher) wurden per Laser geschnitten und mussten nur noch verschweißt werden. Geht natürlich auch rostfrei, treibt den Preis aber gut in die Höhe.





    LG
    Eike & Janina

    Interessantes Objektiv. Schön, dass es auch für friedliche Zwecke benutzt werden kann.


    Interessant wäre für uns auch, wie sich Deine Astroaufnahmen mit der Pentax entwickeln, da wir eine K-7 haben. Die meisten Fotografen nutzen wohl modifizierte Canon Kameras.


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    Ich denke da über einen Hartpapiertubus nach, aber die Adaption ans Objektiv ist
    schwierig.


    Hartpapier dürfte die beste Wahl sein. Lässt sich einfach bearbeiten, zieht von der Wärmedehnung her mit Aluminium gleich und kostet nicht viel. Vielleicht gibt es auch ein passendes Reststück beim Neumann oder halt direkt bei Krüger & Sohn. Beim Neumann lohnt nur Reste kaufen, nach Vorgabe angefertigte Rohre gibt's bei Krüger deutlich günstiger.


    Wenn Du Hilfe beim Adaptieren der Optik und des OAZ brauchst, sag was. Wir helfen gerne und kostenlos mit Konstruktion und technischen Zeichnungen aus. Solltest Du dann Dreh- und/oder Frästeile brauchen, finden wir bestimmt auch eine günstige Lösung.


    LG
    Janina & Eike
    www.jd-astronomie.de

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    Nur: aus Menschenliebe und Idealismus oder um den Händlern eins auszuwischen, wird es wohl kaum jemend tun. Es muss am Ende des Tages etwas übrigbleiben was in einem gesunden Verhältnis zum Aufwand steht.


    Korrekt. Gerade wenn man davon leben muß, steht an erster Stelle eines gesunden Wirtschaftsunternehmens der Gewinn. Allerdings sollte das Preis-Leistung-Verhältnis stimmen und das Wichtigste ist, dass der Kunde wieder kommt - nicht die Ware.


    Ich bin auch seit diesem Jahr selbstständig im Bereich Dreh- & Frästeile für die Astronomie tätig, habe mich aber 2 Jahre gründlich darauf vorbereitet und muß nicht davon leben. Deshalb gibt es bei uns auch keine "Mondpreise", keinen Mindestbestellwert, keine Verpackungskosten und der Kunde muß nicht wegen Knirscheritis seiner Zähne in Behandlung. Gerne helfen wir auch kostenlos mit technischen Zeichnungen oder dxf-Dateien für Lasercutter usw. aus, oder vermitteln wenn es um CNC-Arbeiten geht.


    Wer vor hat sich egal mit was selbstständig zu machen, sollte zuerst eine gründliche Marktanalyse und ganz wichtig einen detaillierten Businessplan erstellen. Dabei bekommt man recht zügig ein gutes Gefühl dafür was sich lohnt und was zum Scheitern verurteilt ist.


    LG
    Janina
    www.jd-astronomie.de

    Wenn Du sichergehen willst, mußt Du wissen was Du kaufts und am besten vorher angucken udn testen. Um einen Handwerker überprüfen zu können, muß man zuerst Handwerker werden ...


    Bisher hatten wir immer halbwegs Glück. Einmal auf A.de hat die Sache allerdings etwas länger gedauert und es war nicht alles dabei, was dazugehört. Aber wozu hat man denn sonst eine Drehbank ...


    Hier mal ein Überblick, was passiert ist. Ist zwar eine lange Geschichte, zeigt aber dass man auch mal danebengreifen kann. Wer den Namen des Verkäufers wissen möchte, fragt bitte per PN. Ich hab einfach mal den Text kopiert, den ich schonmal einem Interessenten an der Geschichte geschickt habe - ist einfacher, als alles nochmal zu schreiben:



    Das Ganze hat sich zwischen Astronomie.de und eBay abgespielt. Verkäufer war Herr B., der sich leider von sehr unkommunikativer Seite gezeigt hat.


    Es ging um einen Skywatcher 150/750 Refraktor mit 3" Steeltrack OAZ. Zuerst wurde dieser auf A.de für 800 Euro angeboten.


    Schon da wurde der OAZ mit angeblich M60i bschrieben, was wohl M60 Innengewinde heißen sollte. Blos hat dieser OAZ an keiner Stelle ein M60 Gewinde - das Kleinste ist M68.
    Leider fehlte auch die original zugehörige Okularklemme. Wenn etwas, dass im originalen Lieferumfang dabei ist nicht mitverkauft wird, hat dies meiner Meinung nach eindeutig beschrieben zu werden.


    Nun ja, als der Refraktor keinen Käufer fand, ging der Preis immer weiter runter bis auf 599 Euro. Zu diesem Zeitpunkt habe ich per PN 400 Euro geboten. Daraufhin kam die Frage, warum ich den nicht mehr zahlen wollen würde ... meine Antwort war der übliche Neupreis incl. Prüfprotokoll und das der OAZ für mich eh nur ein "Bonus" wäre - nett zu haben, aber nicht unbedingt nötig. Darauf bekam ich nie eine Antwort.


    Kurze Zeit später schrieb Herr B., dass der OAZ verkauft sei.


    Gegen Ende November 2010 tauchte der ganze Kram dann bei eBay auf ... mit OAZ. Mir war dabei egal ob das ein Versehen war, oder der OAZ gar nicht verkauft worden ist ... wenn ich die Auktion gewinne steht mir das zu, was beschrieben wurde und notfalls wird das eingeklagt - wär nicht das erste Mal.


    http://forum.astronomie.de/php…hreads.php/topics/772292/


    Tja, wie das mit eBay eben so ist ... es wurden nur 359 Euro erreicht ... Gebüren gibt's auch noch ... da wäre er mit meinem 400-Euro-Gebot besser gefahren.


    Ich habe den fälligen Gesamtbetrag noch am selben Tag überwiesen und am nächsten Tag (29.11.2010) wurde bereits abgebucht. 5 Tage später habe ich gefragt, ob das Paket schon unterwegs sei. Die Antwort war: Nein, aber sobald dies der Fall wäre, würde ich die Paketnummer bekommen.


    Die Paketnummer habe ich dann am 06.12.2010 bekommen. Nachdem der Paketstatus einige Tage lang nur "Die Sendung wurde angekündigt." und später "Die Sendung ist noch nicht in der zuständigen Hermes-Niederlassung in Rheine eingetroffen." war, habe ich Herrn B. eine Nachricht geschrieben, er solle das Paket doch bitte mal im Paketshop abgeben.


    Als ich darauf keine Antwort bekam, habe ich versucht ihn per E-mail und PN auf Astronomie.de zu erreichen. Beides blieb erfolglos und wurde offenbar ungelesen gelöscht. Da er im Impressum seiner Homepage keine Telefonnummer angegeben hatte und auch nicht im Telefonbuch zu finden war, habe ich angefangen ihn über eBay mit Nachrichten zu bombadieren, was irgendwann so genervt hat, dass er sich zu der Antwort hinreißen ließ, das Paket sei bereits unterwegs und ich solle einfach warten bis es ankommt. Meine Fragen wann denn die Überweisung eingegangen und das Paket abgegeben worden sei wurden konsequent ignoriert.


    Als ich 8 Tage nach Ausstellen des Paketscheins immer noch keinen neuen Sendungsstatus feststellen konnte, schrieb ich ihm, dass ich über Weihnachten nicht zu Hause bin und keine Pakete annehmen kann. Er solle mir doch bitte mal sagen, wo die Liefeung grade steckt. Ich habe nie eine Antwort erhalten.


    Nach weiteren 2 Tagen beschrieb ich die Situation öffentlich auf A.de mit der höflichen Bitte um Kontaktaufnahme. Ein netter user hat mir dann die Adresse auf die seine Homepage registriert ist herausgesucht, sowie die Telefonnummer dazu - vermutlich die seiner Eltern.


    Als ich weiterhin keine Antwort bekam, rief ich dort an und habe mich höflich erkundigt, ob Herr B. etwas mit dieser Adresse zu tun hat. Als die Frage positiv beantwortet wurde, habe ich darum gebeten ihm eine Nachricht zu hinterlassen, dass er sich telefonisch bei mir melden möge um mich über den Verbleib des Paketes zu informieren.


    Mich hat es natürlich nicht gewundert, dass ich darauf keine Antwort erhielt. Nun hatte ich endgültig die Geduld verloren und meldete den Fall eBay als nicht erhalten. Das war am 18.12.2010 und somit 12 Tage nach Ausstellen des Paketscheines.


    OH WUNDER - kaum 2 Stunden später stellte er mir eine neue Sendungsnummer zur Verfügung und konnte auf einmal in ganzen Sätzen antworten: Ich würde ihm mit meinen Fragen den letzten Nerv rauben, ich solle nie wieder bei seinen Eltern anrufen und diese in helle Aufregung versetzen (komisch, am Tel klang seine Mutter sehr ruhig und überhaupt nicht aufgeregt), er wäre superschnell mit dem Versand gewesen, Hermes wäre eben nicht so schnell und mit der Sendungsverfolgung wäre alles in Ordnung.


    War es dann auf einmal auch ... denn er hatte (natürlich ohne mich zu informieren) parallel zu dieser Antwort eine neue Sendungsnummer hinterlegt. Vermutlich in der Hoffnung, ich würde den Wechsel nicht bemerken. Immerhin konnte ich nun feststellen, dass er 4 Tage vom Drucken des Scheines bis zur Abgabe im Shop gebraucht hat - so viel zu superschnell. Btw, keine Überweisung braucht 6 Tage nach der Abbuchung um anzukommen. Ich habe ihm dann entsprechend und selbstverständlich freundlich geantwortet.


    Glücklicherweise kennt der Hermes-Zusteller mich samt Telefonnummer und wohnt nur 2 Straßen weiter. Er hatte mich dann im Urlaub angerufen vonwegen das Paket wäre bei ihm und wegen der aktuellen Wetterlage würde er bis zu meiner Rückkehr meine Pakete bei sich sammeln. Hierzu sei bemerkt, dass die Steigung an unserer Straße 20% beträgt und nicht geräumt wird. Ich habe dann als Dankeschön eine Tüte Zimtsterne gebacken und das Paket am 29.12.2010 abgeholt.


    Inzwischen hatte mir Herr B. noch eine Nachricht hinterlassen vonwegen das Paket sei längst ausgeliefert und ich hätte den Fall zu schließen. Ich habe ihm dann geantwortet, dass ich ihn bereits vor 2 Wochen über meine Abwesenheit informiert hätte und habe ihm das mit dem Paketzusteller geschrieben.


    Nachem ich den Refraktor ausgepackt hatte, stellte ich erstmal fest, dass der "sehr sauber laufende" OAZ vom Eigengewicht durchrutscht und habe versucht ihn entsprechend zu justieren. Später stellte sich dann heraus, dass eins der Kugellager komplett zerstört war und das Innenrohr so natürlich nicht vernünftig geführt wurde. Transportschaden? Keine Ahnung, soll mir auch egal sein - wurde ersetzt und fertig.


    Wegen der meiner Meinung nach fehlenden Klemme und der besch...eidenen Kommunikation habe ich die Auktion negativ bewertet und einen Fall eröffnet, in dem ich eine Nachlieferung der Klemme forderte. Bis heute hat Herr B. nicht darauf reagiert.


    Auf die negative Bewertung jedoch hat Herr B. geantwortet - ich solle die Bewertung zurücknehmen und es wäre jawohl eindeutig beschrieben gewesen, dass der OAZ nur ein M60i Gewinde hätte und sonst nix. Wenn ich die Bewertung so lasse, will er rechtliche Schritte dagegen einleiten und er habe ich schon bei eBay über mein Verhalten beschwert. Soll er halt tun, was er nicht lassen kann. Es gibt genug Urteile darüber, dass Verkäufer mit einer negativen Bewertung leben müssen.


    Wie er eBay inzwischen dazu bekommen hat die Bewertung zu löschen weiß ich nicht. Soviel zu aussagekräftigen Bewertungsprofilen.


    Ich habe ihm dann freundlich geantwortet, dass ich die Bewertung eigenständig nicht ändern kann (das muß ER beantragen und das geht auch nur 1x) und wenn er darauf besteht das er die Klemme behalten darf, er mir doch bitte einen Adapter auf das beschriebene M60i Gewinde zusenden solle - das Kleinste was am OAZ zu finden ist, ist M68x1.


    Daraufhin kam natürlich nie eine Antwort, wen wundert's ...


    Btw, der mit Kosten von 40 Euro beschriebene Adapter für den OAZ ist der originale Adapter von Skywatcher und war bereits am Teleskop, als noch der originale OAZ dran war. Die Dreharbeiten "unbezahlbare Handarbeit" stellten sich als ein Gewinde in eben diesem Adapter heraus - das dauert nicht länger als 10 Minuten und ich frage mich, was daran unbezahlbar sein soll.