Posts by bazerk

    Hallo Mitforisten,
    dieses Mal hat es geklappt. Der Fangspiegel ist jetzt an drei Punkten geklebt. Im Fokus war am Stern kein Astigmatismus mehr zu sehen, sondern eine halbwegs definierte Airy Disk (bisschen schwer, beim heutigen Seeing zu identifizieren) - allerdings immer noch ein eine leichte Ellipse vor und hinter dem Fokus um 90° kippend. Ich hatte dann gegen 20:15 (knapp vor dem Mondaufgang) eine Sichtung des Orion-Trapez. Da ich die Positionen der E und F Komponenten noch nicht in meinem visuellen Gedächtnis hatte, habe ich kurzerhand gezeichnet, was ich gesehen habe und gerade eben anhand der Karte, die Wolfgang freundlicherweise in diesem Thread gestellt hat, die Komponenten E und F eindeutig auf meiner Skizze identifizieren können. E und F waren klar von den hellen Nachbarsternen getrennt und direkt sichtbar, wenn auch das Seeing sie immer wieder zur Unsichtbarkeit verschmierte. Vergrösserung war 228x im 3.5er Nagler.


    Grüße aus dem Harz, Olaf

    Hallo Mitforisten,
    schade dass bei uns im Harz das Wetter bis jetzt keine weiteren Beobachtungen zuließ. Ich habe den Fangspiegel neu geklebt - dieses mal an 3 statt an 4 Punkten. Aus euren Aussagen und von dem, was ich auf der Epislon-Lyrae Webseite über das R200SS gelesen habe, hat ein 8" f/4 Foto-Newton mit 35% Obstruktion im Idealfall die MTF eines 120mm Refraktors - keine Wunder, dass das bei mir mit der E und F Komponente bei mittleren Bedingungen und Astigmatismus nicht klappen kann ... ich bleibe auf jeden Fall dran ...

    Hallo Winfried, ja - Seeing und Transparenz waren Freitag durchschnittlich - ich bleibe auf jeden Fall dran.
    Ne Kamera bekommt dieser Möchtegern-Fotonewton auf jeden Fall erst wieder verpasst, wenn er diesen Mindeststandard erfüllt :)


    Viele Grüße, Olaf

    Hallo Wolfgang, Hallo Uwe -
    danke für Eure Antworten! Mir ist klar, dass die Strehl-Angabe nicht alleine zählt - deshalb habe ich einen Pyrex Spiegel gewählt, weil ich hier hoffentlich eine brauchbare Glätte erwarten kann. Von ICS waren hier schon einige Pyrex-Spiegel im Test und die wurden von Wolfgang ja bestens von der Glätte her bewertet.


    Die Kollimation war zum Beobachtungszeitpunkt ebenfalls perfekt, ich habe sich am Stern nachjustiert.


    Ihr habt auf jeden Fall meine Frage ganz gut beantwortet: Wenn der 115er TMB die E und F Komponenten zeigt, sollte ein 8-Zöller Newton mit einem glatten Spiegel das auch hinbekommen (trotz der hohen Obstruktion). Ich gehe mal davon aus, dass der Spiegel recht glatt ist, also ist es wohl doch der Fangspiegelastigmatismus, der mir das Bild flau macht. Da ich das Instrument als Foto-Newton gebaut habe, wollte ich zunächst den Astigmatismus ignorieren, weil ich dachte, die Sternabbildung im Fokus sei sowieso egal, da die Pixel mindestens doppelt so gross sind. Aber wenn der Kontrast im Ergebnis so schlecht ist, wie beobachtet, muss ich mich doch noch einmal dem Fangspiegel widmen ...


    Viele Grüße, Olaf

    Hallo Astro-Freunde,
    den Freitagabend hab ich dazu genutzt, diverse Optikprobleme an meinen 8 Zoll f/4 Newton im Sterntest auszusortieren. Der Newton hat ein Pyrex Spiegel, der als "Premium" beworben wurde (0.96 Strehl) - der Fangspiegel ist ein Orion-Optics 75 mm, 10 mm Dicke - das macht 37,5% Obstruktion. Der Fangspiegel verursacht im Moment leichten Astigmatismus, der ganz knapp vor dem Fokus sichtbar wird und die Airy Disk im Fokus zu einem ca. 2x2 Bogensekunden großen Kreuz verzerrt.


    Das Seeing und die Optikperformance war an diesem Abend so bescheiden, dass ich am Jupiter nicht einmal Ios Schatten ausmachen konnte, der gerade über die Planetenscheibe wanderte.


    Jetzt zum Trapez: Auch dort waren nur vier Komponenten zu sehen. E und F blieben unsichtbar. Und das hat mir letztendlich zu denken gegeben: Warum kann ich nicht einmal einen 11mag Stern sehen, der sich zudem auch noch in einem deutlichen Abstand befindet?
    Vergrösserung war 228x im 3,5 mm Nagler, bzw 411x zusammen mit einem TMB 1.8 Barlow.


    Grüsse aus dem Harz, Olaf

    Hallo Astro-Bekloppte :1eye: -
    ich möchte für einen 8" f/4 Foto-Newton eine solide Mechanik erwerben. Kennt ihr die Bauteile der ICS Premium Newtons - Spiegelzelle, Fangspiegelzelle/Spinne? Wo gibt es Abbildungen? Bei ICS finde ich nichts ...

    Hallo Winfried, danke für die Info. Ich bestellt dann schon mal - 20 Jahre Vorlauf bis zum Renterdasein sollten reichen :)


    Aber zurück zu 5 Zoll:
    - Ich bin auch der Meinung, dass eine equatoriale Nachführung den Beobachtungskomfort enorm steigert und deshalb so einige Zoll Instrumentenöffnung ersetzen kann. Oft starrt man ja minutenlang konzentriert auf den Planeten, immer wieder, mit Pausen dazwischen, um den besten Moment zu erwischen - und das geht ohne Kampf mit der Nachführung einfach besser. Ich hatte einige Jahre ein OMC-140 in Gebrauch. Das Instrument hat eine perfekt Abbildung, die sich immer wieder in den wohldefinierten Airy-Disks gezeigt hat (So heisst doch der erste Beugungsring, richtig?). Nur leider sind die Airy-Disks bedingt durch Obstruktion und Optikdesign recht fett und hell, was ab einer Vergrösserung um 220x das Bild einfach nur noch weich macht. Damit war die Wahrnehmungsschwelle von feinsten Planetendetails häufig nicht durch das Seeing begrenzt sondern einfach durch die Auflösung. Auf einem Teleskop-Treffen hatte ich dann die Gelegenheit, durch einen 110mm AOK Schiefspiegel den Jupiter zu beobachten. Hier wurden zwar nur Vergrösserungen um die 150x verwendet, aber die Jupitermonde waren als deutliche, scharf begrenzte Scheibchen wahrnehmbar - ein Anblick, der mich wirklich lange gefesselt hat. An Saturn dagegen war ich mit den 5,5 Zoll des OMC-140 nie wirklich zufrieden, weil einfach das Licht zur Wahrnehmung der Kontraste und Farben fehlte. Ich habe das Instrument jetzt nicht mehr, da ich sowieso für's nächste Jahrzehnt auf Astrofotografie umgestiegen bin. Aber mein Entschluss später wieder visuell zu beobachten steht - und da sehe ich als Optimum ein 7-8 Zöller (vielleicht sogar ein perfekter Newton) mit möglichst geringer Obstruktion an. Von Deepsky visuell halte ich allerdings nicht sehr viel. Die 20" Lichteimer sind einfach zu unhandlich und deren Brennweite zu gross.


    Grüsse aus dem Harz, Olaf

    Hallo Winfried, warum lässt Du den MakNewton ganz aus Deiner Betrachtung? Deiner Signatur entnehme ich, dass Du solch ein Instrument verwendest. Ist das Gerät wirklich so praxis-untauglich? Würde mich mal interessieren, weil ich immer dachte, so ein MN-86 oder MN-78 wäre für mich die finale Lösung als visuelles Instrument ...

    Hallo Peter,
    im Harz finden zwei amateurastronomische Veranstaltungen statt, einmal das Sternfreundetreffen in Toddenrode und das STATT im St. Andreasberg mit dem dort ansässigen Sternwartenverein. Bei beiden Treffen hast Du die Gelegenheit, Dein Instrument mal gründlich durchzuchecken und kollimieren zu lassen. Da finden sich bestimmt auch ein paar Tausch/Kaufgelegenheiten für günstige gebrauchte Okulare. Zwei viel wichtigere Grundvoraussetzungen hast Du ja übrigens schon erfüllt und die kommen in der Prioritätenliste noch vor einem dicken Rohr: Ein VW-Bus (hoffentlich mit Standheizung) als mobile Beobachtungsbasis und den Harz mit seinen noch brauchbaren Lichtverhältnissen :) Also ran!


    Grüsse aus Seesen, Olaf

    Hallo Selbstbauer,
    wer kann einen Blendenring aus Aluminium herstellen? Der Ring soll ca. 1mm Dicke haben, einen Innendurchmesser von 200 mm und einen Aussendurchmesser von 210 mm. Ich bevorzuge Aluminium, weil die Spiegelzelle auf die er geschraubt wird, ebenfalls aus Aluminium besteht und so keine Verbiegung bei Temperaturveränderungen zu erwarten sind ...


    Alles Gute im neuen Jahr, Olaf

    Hallo Herr Rohr
    Hier mal das VMC110L am künstlichen Stern - ungefähr 10 m Entfernung - es fliesst also noch eine Menge sphärische Aberration ein:



    (welche Abbildung jetzt intra/extrafokal ist weiss ich nicht mehr)


    Für den Tip mit dem Fangspiegel bin ich dankbar - vielleicht lässt sich ja doch mit etwas feinmechanischem Geschick ein justierbare Halterung anfertigen. Das Instrumenten-Konzept finde ich im Übrigen von der Idee her sehr gelungen.