Posts by Ralf

    Hallo,

    ich hatte ein Meniscas und würde Dir aus einem bestimmten Grund dazu weniger raten. Das sehr dicke Frontglas braucht sehr lange zum Auskühlen; durchaus 2 Stunden und länger.
    Die Mechanik ist allerdings vom Feinsten bei jedoch hohem Gewicht.

    Hallo Uwe,
    um es mir etwas leichter zu machen stelle ich einen Link zu meiner Homepage ein:
    www.astro-theke.de
    Ich bin gerade am kompletten Umbau der Seite, wo dann auch der Apo in Wort und Bild erscheint. Die Kuppel und Beobachtungsplatz sind schon länger drinnen. Du wirst auch sehen, dass ich seit drei Jahren Teleskope verkaufe - sowohl Markengeräte wie zum Teil auch Sonderanfertigungen. Diese Sache läuft nebenbei zum Hauptberuf und passt natürlich zum Hobby :p
    So ist auch der Refraktor eine eigene Herstellung ( Mechanik ), sozusagen alles Made in Germany. Der dreilinsige ölgefügte Fluoritapo ist kein Markenprodukt, eher eine anspruchsvolle Privataktion. Die Kosten liegen oberhalb eines 8" TMB´s.
    Das mit dem ARC ist so: Steht für Advanced Ritchey Chretien und wurde von den Amerikanern so getauft. Vielleicht wäre es besser, die neuen Geräte "Aplanatischer Schmidt Cassegrain" zu nennen. Jedenfalls sind diese Optiken in den bekannten Meade LX 200 Tuben eingebaut und etwas teurer als die üblichen Schmidt Cassegrain. Dafür bekommt man auf Aufnahmen über das Feld einer ST 10 oder ST 8 eine gleichmäßig gute Sternabbildung. Auch erscheinen die Sterne nicht mehr weich oder aufgebläht, sondern hart. Diese Geräte haben f/10 und dürfen nicht mit RCX Optiken verwechselt werden. Die Tuben gibt es auch einzeln; Rohrschellen habe ich dazu herstellen lassen. Der blaue Max ist eine Selbstbaumontierung; auf der Homepage mit ARC unter Neuheiten abgebildet. Dieser 12" ARC ist mein Ausstellungsgerät, den ich auch für Testzwecke bei mir zur Verfügung stelle. Mich interessiert es brennend, was mit diesen Geräten zu erreichen ist. Auch der geplante zeitgleiche Vergleich von Aufnahmen oben am Refraktor, unten am ARC. Beide f/10, jedoch unterschiedliche Öffnung, Brennweite und Kameras - mal sehen was dabei herauskommt.:closedeye

    Gruß Ralf

    Hallo Alex,

    danke für die Aufmunterung. Ich hoffe dass es weitergeht. Vermutlich wird es leider solange regnen bis der Mond stört. Dann wird es Herbst und ich muss mich um die Taukappe kümmern.
    Künftig wird hoffentlich die Ausbeute höher, da wir dann gleichzeitig in der Kuppel am 200/2000 Apo und auf dem Rasen am ARC Aufnahmen machen können. Dazu muss einer meiner Sternfreunde Zeit und Lust haben, die alle auch Ihre eigenen Geräte haben. Wenn ich alleine arbeite, bin ich in der Kuppel am Refraktor. Hiervon werde ich dann auch Aufnahmen "reinstellen".

    Gruß Ralf

    Hallo zusammen,

    am Mittwoch, den 23.08.06 ergab sich die seltene Gelegenheit in diesem August den Urlaub und das Hobby zu verbinden.:angry:
    Olaf Haupt packte seine ST-8XME ein und wir montierten das Meade ARC 12" auf den blauen Max samt Kamera. Das Seeing war überraschend gut, zum Teil unter 2" :1eye:
    Es stellte sich heraus, dass die Optik den Chip mit gleichmäßigen Sterndurchmessern beliefert.
    Wir belichteten 5 x10min L; 5x5min blau; je 3x5min grün und rot

    Das Objekt ist allseits bekannt
    Hier zum Bild
    img]http://www.astro-foren.de/Bildhosting/22944ef4e1be5076.jpg[/img]

    Hallo Gallus,

    ich warte auf die Lieferbarkeit der 127 f/7,5, was noch ca. 2 Monate dauern wird. Deshalb wirst Du hierzulande keine Erfahrungsberichte bekommen können.
    Im Gegensatz zu Cord bin ich der Meinung, dass der Apo den M715 durchaus übertreffen kann, sieht man von Planetenbeobachtung ab.:happy:
    Ich habe jedenfalls 10 Jahre Erfahrung mit einem 130 / f 7,7 Apo und habe auch einige Erfahrungen mit 7" MAK. Der Unterschied kann bei Planeten zugunsten des MAK ausfallen, aber die Unterschiede sind meines Erachtens nicht groß. Beim Mond ist der MAK deutlicher im Vorteil. Ich persönlich gab nach langem Vergleichen dem 130er Apo den Vorzug, da dieser Wärmemäßig weniger Probleme macht d.h. schneller einsatzfähig ist und ich außerdem an Sonnenbeobachtung und Astrofotografie interessiert war. Wenn´s als nur der Trabant sein soll, bleib beim Mak; wenn´s universeller sein soll frag mich bitte in ca. 2 Monaten, wenn ich ein Ausstellungsgerät habe.

    Gruß Ralf

    Hallo Henri,

    die Laufschienen sind eine spezielle U-Form in Ausführung Stahl/verzinkt. Damals gab es drei Größen, ich habe die Größte genommen ( Ca. 5 x 6cm Querschnitt ). Es ist nach unten nur ein Schlitz offen und ich habe in 10 Jahren seit dem Bau damit keine Probleme gehabt. Allerdings habe ich auf die U-Schiene einen Aluwinkel geschraubt, der die Führung für die Schieber in seitlicher Bewegegung per Kugellager sicherstellt. Das Gewicht steht alleine in den U-Schienen per Rollenwagen a 2 x 4 Räder, die Führung seitlich ist aber auch wichtig.
    Was die Kuppellagerung anbelangt so steht die Kuppel auf 12 Kunststoffrollen, die Außen nochmals durch 12 Rollen gegen einen rundgebogen Flachstahl laufen, geführt wird. Die Kunsstoffrollen sind für 150kg ausgelegt; meine Kuppel wiegt ca. 1,5 Tonnen. Die Rollen würde ich heute kräftiger auslegen, da das Gewicht nicht unbedingt gleichmäßig auf den Rollen verteilt ist. Durchaus kann eine Rolle mal überhaupt keine Last tragen, da die Kuppel nicht perfekt eben ist. Die Kunststoffrollen laufen auf einem kreisförmigen Alublechring, der unten an die Tragkonstruktion der Kuppel aus Holz geschraubt ist. Das läuft sehr geräuscharm, jedoch je nach Feuchtigkeit und Temperatur auch sehr unterschiedlich schwer oder leichtgängig.:unsure:
    Danke für das Lob für die Bilder, das geht sicher noch besser. Eben Abhängig vom Seeing, leider sehr selten im Bereich von 2 Bogensekunden und wie die Technik beherscht wird. An meinem Teleskop übe ich noch, werde das Gerät im Sommer zerlegen, reinigen und neu Justieren und einen 200/2000 Apo mit auf die Montierung packen. Damit sollten auch schöne Aufnahmen möglich sein, die nicht ganz so hohe Ansprüche an Seeing, Technik und Nachführung stellt.:1eye: Ansonsten ist meine Kuppeloberkante 7,8m über Boden. Das ist für mich das vernünftige Limit, damit ich mit der Leiter noch sicher hochsteigen kann, wenn ein Eingriff nötig ist.
    Seeingmäßig habe ich in der Kuppel eben durch die Höhe immer besseres Seeing als unten auf der Wiese. Das haben zeitgleiche Beobachtungen ergeben.
    Viel Glück und Spaß beim Weiterbauen.
    Gruß Ralf

    Hallo Henri,

    ich habe Deine Antwort erst jetzt gesehen und antworte nun verspätet.
    Bilder haben wir auch unter Astro-Team. Von meiner Seite aus ist ein Link auf unser Astro-Team 50/10, wo Reihard Nürnberger, Gundbert Banik und ich gemeinsam unsere Bildergebnisse präsentieren. Die Seite gehört sicher wieder aktualisiert, bei der Bildbearbeitung fehlt uns Reinhard, der mit seiner Firma leider wenig Zeit hat.
    Für die Führungen der Kuppeltore verwendete ich Profile und Rollen von schweren Toren, wie Sie im Großhandel erhältlich sind. An die Rollen wurde eine Tragekonstruktion befestigt und diese mit Holz und Blech verkleidet. Der Vorteil von der U-Schiene als Führung ist der Schutz gegen Wettereinflüsse. Die Lager laufen so leicht, dass die jeweils 100kg schweren Tore mit einem Finger bewegt werden können.

    Gruß Ralf

    Hallo Henri,
    schönes Projekt, da habt Ihr einiges vor Euch. Ich kann da richtig mitfühlen, ich war damals bei meiner Sternwarte ingesamt drei Jahre richtig eingespannt und habe aufgehört die Arbeitsstunden zu zählen.:blink:
    Meine Rohbaumaße waren 4,12 x 4,12m, Keller-, Erd-und Kuppelgeschoß mit 4,3m Kuppel.
    Ich gehe davon aus, Ihr macht die Kuppel auch alles selber, richtig ?
    Wenn Ihr Ideen austauschen wollt, einfach mailen und guckt mal bei mir unter www.astro-theke.de vorbei.

    Beste Grüße
    Ralf

    Hallo Marco,

    ich habe selber ein ölgefügtes APQ 100/640 und hatte
    fast 10 Jahre ein 130/1000. Ich hätte keine Bedenken, das
    Gerät an der Sonne einzusetzen.
    Ich hoffe, dass im Mai mein ölgefügter 8" fertig wird, mit dem ich unter Anderem die Sonne im Herschelkeil beobachten will.
    Ich habe für den 100/640 auch ein Sonnenfilter mit Zeiss Glas gefertigt; finde aber den Herschelkeil insofern bessern, als hier keinerlei Reflexe sichtbar sind.:blink:
    Im Fall der Fälle kann eine Ölfügung auch neu gemacht werden, ist also kein unüberwindliches Problem.
    Ich hoffe, dass meine Homepage www.astro-theke.de kommende Woche wieder geht, wenn die T-Com endlich die Freigabe meiner Domain bewerkstelligt.
    Schreib doch mal einen Erfahrungsbericht von Deinem Gerät. Ich bin am Überlegen, ob ich Linsen importiere und Tuben fertige.

    Gruß Ralf

    Hallo Binoviewer,

    ich frage mich, ob Dein gedanklicher Ansatz für einen Großteil der Beobachter richtig ist. Sicherlich gibt es noch bessere Optiken, aber auch teurere und schwere Geräte.
    Ich kann verstehen, wenn Du für Dich andere Geräte bevorzugst. Warum soll man mit einem guten SC nicht gute Beobachungen machen können, dabei Öffnung haben, kompakter und relativ leichter Tubus, der zudem bezahlbar ist. Stimmt noch die Qualität, so ist das sicher ein Grund zur Freude für den Besitzer. Jedenfalls dann, wenn man nicht die absolut beste Optik haben muss. :cool2:
    Und in der Summe aller Eigenschaften wird es sowieso die ideale Wahl nur für die Anforderungen geben, die der Beobachter an sich stellt.
    Dann kann durchaus ein SC herauskommen.

    Es grüßt Ralf

    Hallo Petra,
    Das Messier R-102 hat wohl die bessere Stativ/Montierungskombiantion.
    Das Stativ ist das gleiche Stativ wie beim R-90, mit runden Stahlrohren und ordentlich stabil. Die Montierung 2 entspricht einer EQ-5 und trägt den 102mm Refraktor sehr ordentlich. Sie kann auch mit einem kurzen 152mm Refraktor bestellt werden, was zumindest die Tragfähigkeit für 102mm vetrauensvoll erscheinen lässt.
    Gruß Ralf

    Hallo Petra,

    ich möchte einen konkreten Vorschlag zu einem preiswerten und trotzdem guten Einsteigerrefraktor machen. Gerade ist die neue Messier-Serie von Bresser herausgekommen, die bei Bresser die gehobene Serie darstellt. Hier ist das kleinste das Bresser R-90; ein Refraktor mit 90mm Öffnung und 900mm Brennweite. Ich habe die ersten Geräte bekommen und schon ausprobiert; Die Qualität und Ausstattung für 249--€ hat mich positiv überrascht, die Montierung ist für die Größe angemessen und kann für 49,-- motorisch in RA-Achse nachgerüstet werden, was sehr sinnvoll ist. Besonders erwähnenswert sind die 3 Plössel Okulare in der Grundausstattung, die sich von den Billigangeboten deutlich unterscheiden.
    Gerne gebe ich weitere Auskunft dazu; siehe auch www.astro-theke.de
    Diese Antwort bitte nicht nur als Händlerangebot auffassen, sondern weil ich vor 15 Jahren froh gewesen wäre, mit so einem Gerät einsteigen zu können.
    Ich schreibe also aus Überzeugung.

    Gruß Ralf

    Hallo Beobachter,


    in der letzten Neumondperiode waren zum Teil recht gute Beobachtungsbedingungen. Wir waren zu Dritt, als ich wieder spaßeshalber Vorschlug nach dem Zentralstern in M 57 Ausschau zu halten. Mit dem RC 353/3654 hatte ich es schon jahrelang erfolglos versucht, auch mit hohen Vergrößerungen bis zu 700x mit dem Pentax 5,2mm.
    Dieses Mal tasteten wir uns wieder heran, das Seeing war recht gut. Ich wollte auch das neue 5mm Ortho Genuine von Baader einsetzen, wenngleich die winzige Augenlinse wenig Komfort versprach.
    In der Dunkelheit war es völlig überraschend nicht schwer den richtigen Einblick zu finden. Nach etwa einer Minute blitzte der mutmaßliche Zentralstern kurz auf, dann immer wieder und allerdings mit Nachbarstern :o
    Die Beobachtung ließ sich nicht auf Dauer halten, zu dem zweiten Stern schwieg ich, weil ich nicht wußte ob es Einbildung war.
    Der Kollege Gundbert Banik ging ans Rohr und sah den Zentralstern sofort, auf den zweiten Stern angesprochen bestätigte Er die Beobachtung und hatte zunächst seinen Augen auch nicht getraut und geschwiegen ;)
    Seine Frau konnte die Beobachtung mit einer gewissen Unsicherheit ebenfalls bestätigen.
    Mir gibt zu Denken, dass ich jahrelang mit einem Pentax 5,2 die Beobachtung nicht leisten konnte.
    Jetzt kann man sagen, weil ich unter anderem Baader vertrete, lobe ich die Ware.
    Aber ich denke, wenn etwas gut ist , darf es auch gesagt werden.
    Lasst von Euren Beobachtungen an M 57 hören !
    www.astro-theke.de


    Gruß Ralf

    Ein ED 110/660 für weniger als 1000€ ?


    Als das Astro 32 x110 Spektiv auf den Markt kam, begeisterte mich die Idee ein kompaktes Spektiv mit einem Binoansatz für 1,25“ Okulare zu kombinieren. Bedenken hatte ich wegen dem Binoansatz, aber um es genau zu wissen, bestellte ich ein Astro 32 x 110.


    Das Gerät kam in einem stabilen Alukoffer mit Aussparungen für Zusatzokulare, Binoansatz, Bereitschaftstasche und 2x 1,25“ ED-Okulare mit 21mm Brennweite. Das Spektiv selber ist komplett aus Metall bis auf die ausziehbare Taukappe, hat 45° Einblick sowie innenliegende Scharfstellung. Die Aufnahme erfolgt über ¼“Schraube eines Fotostatives.
    Der erste Eindruck war über den Erwartungen, wie ist nun der Bildeindruck ?


    Auch hier überraschte das Astro zunächst, erschien doch des Nachbarn Hausdach fast räumlich ( binokular ) vor mir. In der ersten klaren Nacht wurde das Gerät seiner optischen Bestimmung zugeführt. Bei 32x am Orionnebel erinnert die Erscheinung an Großfernglasbeobachtung, feine Details jedoch kaum erkennbar. Der Tausch gegen 8,3mm Okulare offenbart hier Details wie bei einem Teleskop. Dann Saturn bei 80x – neben Saturn erschien ein zweiter schwächerer Saturn ?- Geisterbild !
    Also Gerät umtauschen .
    Auch das zweite Astro lieferte nicht astrotaugliche Binoqualität bei höherer Vergrößerung, das Bild erschien mir auch etwas zu dunkel für die Öffnung. Das Farbverhalten in der Version ist so wie ich es von einem f/5 Fraunhofer erwartet habe.
    Meade nahm meine Hinweise ernst und arbeitet zur Zeit an einer völlig neuen Version des Binoansatzes. Im Gespräch hat sich herausgestellt, dass das Spektiv des Astro 32x110 ein „fully multicoated „ ED Objektiv besitzt.
    Da machte es „Klick“ in meinem Kopf--- nachdenken, messen, planen und handeln.
    Das Spektiv hat einen okularseitigen freien Durchmesser von 26mm. Der Binoansatz nur 22mm, was den Helligkeitsverlust erklärt. Wie nun, wenn der Farbfehler in der Hauptsache vom Bino kommt ?
    Also drehte ich zwei Prototypen für Übergangsadapter auf T2 bzw. auf 2“ Steckanschluss. Die mitgelieferten original 21mm ED Okulare in den 1,25“ Adapter , Monokular, und das Bild erscheint praktisch farbrein, wenn auch an Kanten und schrägem Einblick noch Farbränder schwach erkennbar sind.
    Der Anblick vom Mond bei 73x ( 9mm Okular ) ist refraktormäßig und so hell, wie ich es von 110mm Öffnung erwarte. Ein zarter Gelbsaum ist sichtbar, stört aber nicht weiter .
    Spektakulär ist der Anblick der Kombination 22mm Nagler und 110/660. Das riesige Gesichtsfeld mit 30x, hell und nahezu farbrein.
    Die Farbreinheit ist nicht apochromatisch, bei f/5 ED-Optik auch nicht mit f/ 9 ED zu vergleichen, jedoch weit besser als die bekannten f/5 Fraunhofer .
    Die Abbildungsleistung ist so gut, dass die Begrenzung in der Vergrößerung mehr vom Stativ als von der Optik kommt. 80x ist wohl die sinnvolle Obergrenze für Handling und Bildgenuß,
    Für Flugreisen, den schnellen Blick im Garten oder für den platzsparenden Urlaubsbegleiter ist das Gerät wonach ich gesucht habe. Erst mit dem Monoansatz konnte ich die volle Leistungsfähigkeit kennenlernen.
    Das Astro 32 x110 und die Zubehörteile für Monobeobachtung biete ich aus Überzeugung an. Für Fragen stehe ich zur Verfügung. Weitere Info´s auf www.astro-theke .de


    Gruß Ralf

    Hi Jürgen,
    durch einen 125 Borg konnte ich nur einmal sehen; er hat mir bei Tagbeobachtung gefallen. Einen richtigen Test oder Vergleich habe ich mit diesen eher seltenen Teil nie machen können. Es ist aber ein ED-Zweilinser, wie schon beschrieben.
    Mein APQ 100/640 ist in einem Borg Tubus eingebaut. Das Rohr ist sehr gut verarbeitet, komplett eloxiert, außen weiß darüber lackiert, innen mit schwarzem Fließ ausgekleidet. Die Gewinde laufen sauber !
    Das Baukastensystem ist praktisch, das Aussehen leidet nach meinem Geschmack aber bei zuviel geschraube.
    Mehr kann ich hier nicht helfen


    Farbreine Grüße


    Ralf

    Hallo Jürgen,
    zu der Einschätzung von der Leistungsfähigkeit der Geräte bietet sich z.B. ein Teleskoptreffen an; ich plane im August nach Marburg zum „ATB?“ zu gehen und stelle einen APQ 100/640 sowie einen meiner 105/800 Fluorid-Tripplets zum Vergleichen hin. Siehe Testbericht von W.Rohr. Andere Sternfreunde bringen hoffentlich Ihre Tak´s , TMB´s usw. mit .
    Wenn Dein Herz an der CNC-Mechanik hängt, spricht eigentlich nichts gegen einen TMB. Auch hier gelten wohl folgende Gesetze:
    Kurzbrennweitige, lichtstarke Kompaktobjektive haben ohne Zusatzlinsen sichtbare Bildfeldwölbung ( Nicht sichtbar mit Nagler-Okularen !) , tun sich schwerer auf sehr hohe Strehlwerte zu kommen, reagieren auf Glasweg sensibler und die Farbkorrektur ist schwieriger einzuhalten.
    Fluorid ist ein klasse Material hochwertige Apo´s herzustellen, hat aber auch Grenzen. Nach meinen Beobachtungen ist visuelle Perfektion bis 4“ mit 2 Linsen machbar bei f/9 bis f/8. 5“ mit f/8 ist nicht gleich 4“ mit f/8 bei zwei Linsen.
    Ebenso ist der sehr lichtstarke Tak Sky 90 auch sichtbar nicht mehr farbrein, dafür hoch transportabel . Mit drei Linsen ( einmal Fluorid oder Ähnliches ) lassen sich die Grenzen hinausschieben. z.B. APQ 100/640 oder 150/1200, TMB´s..
    Wird die Öffnung noch größer als vielleicht 7 Zoll reichen auch drei Linsen, trotz Fluorid nicht mehr aus, dann muss eben auf f/9 oder f/10 gegangen werden.


    Vergleichen wir Ungleiches: Vixen Fl 90 mit APQ 100/640, wie es zwei Sternfreunde auf dem ITT machten; zunächst lag der FL sichtbar vorne; als der Test mit Prisma im APQ wiederholt wurde, waren beide gleich – sprich ohne wahrnehmbaren Farbfehler.


    Die unvergesslichen Beobachtungserlebnisse zeigen sich bei allen Geräten nicht in jeder Nacht, darum nicht aus der Erinnerung nach vielleicht nur einer Beobachtung urteilen.
    Ein Sternfreund mit viel Erfahrung, der lange einen ausgesuchten Tak 4“ FC hatte, sowie aktuell einen hervorragenden TMB 100/800 sowie guten APQ 100/640 hat , formulierte es so: Von der „Beugung“ her gefällt der TMB, von „Bildästhetik“ der APQ am Besten, Punkt. Hier kommen schon Eindrücke hinzu, die über rein physikalischen Fakten hinausgehen.
    Ich habe durch einige FL`s, TMB´s , APQ´s im Bereich 90 bis 115mm gesehen: Unterschiede sichtbar, ja, aber wenn Deine Beobachtungen gar von weichen Bildern berichten, müssen besondere Umstände oder untypische Geräte/Zubehör im Spiel gewesen sein.
    Bei den TMB´s blieb nur der 105/630 farblich hinter seinen 100/800 und 115/xxx Kollegen oder eben auch APQ zurück.
    Ein Direktvergleich zwischen FS 128 und TMB 115 konnte ich auch machen. Das FS 128 war sphärisch besonders gut; trotzdem konnte ich am Mars im TMB 115 mehr Details erkennen. Die Besitzer sagten mir, dass bei anderen Objekten der Vergleich oft anderes ausfällt.
    So , jetzt tun mir langsam die Finger weh. Tip: Guck doch einfach vor dem Kauf Probe – im Vergleich zu deinem FS. Hierzu stehe ich auch bereit.


    Gruß Ralf

    Hallo Jürgen,
    ich behaupte, Vergleiche können sinnvollerweise nur zeitlich, also parallel gemacht werden. Jedes Gerät ist in sphärischer Sicht ein Unikat, während Farbkorrektur und Durchlässigkeit vom Design und den verwendeten Gläsern abhängen.
    Um ein APQ 100/640 genießen zu können, muß ein Prisma verwendet werden, andernfalls fällt die Härte und Farbtreue ab.
    Sphärisch ist ein f zu 8 leichter zu korrigieren als ein f zu 6,4. Im schlechtesten Fall können hier Unterschiede von zwischen 95% und 99,9% aufeinandertreffen.
    Ich denke deine Frage kann also nicht allgemein beantwortet werden.
    Wenn schon,
    dann muß ein Tak x mit einem TMB y zeitgleich mit den gleichen Okularen verglichen werden.


    Die Aussage, dass uns das Bild mit 100mm Öffnung heller erschien als mit 105mm Öffnung halte ich für in Ordnung. Es erschien uns so und der Aufbau ist wiederholbar. Wo liegt das Problem ?


    Ungetrübte Grüße


    Ralf

    Apo´s in der Praxis – Betrachtung aus 14 Jahren Zusammenleben mit Apochromaten

    In anderen Board´s und auch in der Werbung wird recht kontrovers über APO´s diskutiert. Da ich selber einige Voll-und Halbapo´s benutz(t)e, möchte ich aus der Praxissicht meine Erfahrung vorstellen.

    Von der Öffnung her wird es ab 100mm interessant, darunter fehlt bei Mond und Planeten schlicht die Auflösung. Der Sprung auf 5“ ist deutlich sichtbar, während von 5“ auf 6“ die Auflösung nur noch wenig mehr an Planeten erkennen lässt.
    Der nächste Leistungssprung liegt wohl bei 180-200mm, spätestens hier werden finanzielle Grenzen erreicht.
    Kurz bauende Apo´s bis ca. 110mm Öffnung kommen mit Montierungen wie z.B. Sphinx, GP-DX oder ähnlich zurecht; während ein 5“er eine Atlux., Losmandy etc. fordert. Ein 6“er mit 15kg Gewicht ist für mich nicht mehr handlich; bei Dreilinsern wird das Rohr kopflastig wegen dem Objektiveigengewicht.
    Das Optimum liegt nach meiner Meinung zwischen 100 und 130mm Öffnung bei Öffnungsverhältnissen zwischen f/6 und f/9.
    Wie verhalten sich ED, FL-Zweilinser, ED-Tripplets mit Luftspalt, ölgefügte Fluorid-Tripplets mit und ohne Glasweg ?

    ED-Apo´s haben zumeist keine Farbränder am Mond, an Sternen fallen auch keine deutlichen Höfe auf, insoweit sind Sie Apo´s. Die Steigerung zum Vollapo bringt am Mond eine Unzahl von verschiedenen Grautönen bei höchstem Kontrast; ED´s wirken“ weicher“ und zeichnen den Mond im „Einheitsgrau“. Im ED ist ein blauer Stern „bläulich“, z.B. beim APQ eher wie ein „Schweißlichtbogen“, dass es fast in den Augen weh tut. Dementsprechend härter sind auch die Planetenbilder.

    Als Vollapo´s sehe ich auch 2linsige Fluorid-Apo´s bis 4 Zoll und f/9 ( Vixen ), während ein FS 128 f/8 schon abfällt, aber deutlich über dem Niveau eines ED´s liegt.
    Auch bei Dreilinsern gibt es feine Unterschiede zu sehen. Ein Sternfreund montierte seinen TMB 105/630 parallel auf die Montierung zu meinem APQ 100/640.
    Wir verglichen Doppelsterne mit unterschiedlichen Farben ( blau / orange ). Zunächst war die Abbildung ohne wahrnehmbare Unterschiede; beim APQ mit 5,2 Pentax XL der TMB mit 5mm Radian. Wir tauschten die Okulare, daraufhin war die Abbildung im APQ sichtbar härter, während der TMB mit dem XL deutlich an Qualität verlor. Beide mit Radian bestückt ergab Vorteile für den APQ, aber nicht mehr so gravierend wie bei der vorgehenden Kombination. Bei hochwertigen Apo´s müssen dementsprechende Okulare eingesetzt werden, wenn die volle Leistungsfähigkeit und Klarheit genutzt werden soll. Am Besten ausprobieren; ich hatte die höchste Qualität mit 8,3mm Olympusokularen.
    Interessant war bei dem Vergleich, dass uns beiden das Bild im APQ heller erschien, obwohl der TMB 5mm mehr Öffnung hat ( 10% -Fläche)
    Hierfür mache ich Vorteile des Fluorids in der Durchlässigkeit , vor Allem im Blauen, verantwortlich. Auch die Fügetechnik mag helfen, es bleiben nur zwei Glas-Luftflächen.
    Subjektiv erschien das Bild mit dem Fluoriddreilinser härter und klarer.

    Solche Unterschiede konnte ich im ersten Beobachtungsjahr aufgrund mangelnder Erfahrung nicht sehen. Die beschriebenen Unterschiede werden oft nur im direkten Vergleich offenbar, dann aber für jeden erfahrenen Beobachter feststellbar.
    Außer den Okularen beeinflussen auch die Zusatzoptiken wie Zenitspiegel, Zenitprisma, Binoansätze usw. die Bildgüte. Ich konnte bei Binobeobachtung eine Verschlechterung der Bildqualität feststellen, während bei Objektiven mit Glaswegrechnung die Güte vollapochromatisch erhalten blieb. Bei solchen Objektiven verwende ich bewusst Prismen statt Zenitspiegel, photographisch sind diese feinen Unterschiede wahrscheinlich unbedeutend.



    Photographisch, neuerdings CCD-mäßig erziele ich große Gesichtsfelder bei moderaten Öffnungsverhältnissen. Der kurze 100/640 benötigt eine Ebnungslinse im Kleinbildformat ( die Bildfeldkrümmung ist sogar visuell sichtbar ), der 130/1000 erst bei Verwendung von Mittelformat. Alternativ bietet sich ein Reducer von Tele-Vue an, der die Brennweite 0,8x verkürzt und gleichzeitig ebnet. Ein Model arbeitet im Bereich 800 – 1000mm, danach werden Lichtstärken von f/6 mit großem Gesichtsfld erreicht.



    Blaue Farbsäume, wie auf Werbeaufnahmen mit ED-Apo´s , gibt es bei Vollapo´s nicht. Mit den Geräten hatte ich anders als bei der Pentax Werbung geschrieben, nie Fokusprobleme.
    Ich hoffe demnächst mit einer ST 10 XME arbeiten zu können und entsprechende Bildbeispiele aktuell zu liefern.



    Von der praktischen Seite ist noch die Langlebigkeit zu beachten.
    Gefügte Objektive machen in der Regel keine Probleme und können bei Bedarf vom Fachmann zerlegt und neu gefügt werden. ( ich ließ einem Objektiv nach 10 Jahren einen Ölwechsel zukommen)
    Die Objektive sind äußerst unempfindlich auf Dezentrierung.

    Mit gekitteten Objektiven hatte ich schon schlechte Erfahrung gemacht. So kann durch Feuchtigkeit die Kittstelle bei bestimmten Kitten angegriffen und zerstört werden. Dann hilft nur Neupolieren oder das Objektiv aufgeben.

    Mehr wie drei Einzellinsen möchte ich nicht im Kompaktobjektiv haben; Drei sind schwierig genug in der Fassung optimal zu halten. Das es geht , zeigen die funktionierenden TMB_Objektive.

    So gesehen sollten Zweilinser einfach in der Fassung zu halten sein. Leider gilt das nicht allgemein; der Fassung wird oft zu wenig Aufmerksamkeit vom Hersteller gewidmet – der Einbau muss sachgerecht mit kontrollierter Zentrierung erfolgen.
    So musste mein erster APO, ein Star 12 ED ( Starfire ), zerlegt, gereinigt und anschließend unter Verdrehung der Linsen mit angepasstem Luftspalt neu zusammengebaut werden um die Verspannung aufzuheben und das Optimum herauszuholen.


    Zur Pflege:
    Ich reinige meine Objektive ca. zweimal im Jahr. Wenn nicht, greifen Pollen und andere undefinierbare Schadstoffe in Verbindung mit Feuchtigkeit das Objektiv an und fressen Flecken in die Vergütung. Also soviel reinigen wie nötig, nicht mehr – nicht weniger.

    Hinsichtlich eines Fl-Elements auf der Frontlinse verspüre ich Unbehagen wegen der nötigen Reinignung; habe aber noch von keinem Fall mit Problemen gehört.

    Lasst mal hören, wo meine Erfahrung auf Widerspruch oder Zustimmung stößt. Wer Interesse an einem praktischen Vergleich hat, kann sich mit mir kurzschließen

    E-Mail: ralf.muendlein@t-online.dewww.astro-theke.de

    Es grüßt Euch Ralf aus Unterfranken

    Hallo Uwe,
    wie Wolfgang schon angekündigt hat, melde ich mich zu Wort. Ergänzend zu Wolfgang´s Testbericht möchte ich noch ein paar Zusatzinformationen geben. Das Objektiv ist ein ölgefügter Dreilinser, das Fluorid-Element befindet sich geschützt in der Mitte. Die Fassung hat ein Gewinde M 116 x 1; Typbedingt ist eine Dezentrierung so gut wie ausgeschlossen, da sich das Linsenpacket als Ganzes in der Fassung gewegt. Rechnerisch ist die Optik für 50mm Glasweg korigiert; was feine Farbunterschiede mit oder ohne Glasweg zur Folge hat. Besonders für Beobachter mit Bino-Ansatz ist es ein sichtbarer Qualitätsgewinn. Auch ohne Glasweg ist die Farbkorrektur noch sehr gut. Auf dem ITV zeigte sich bei Venusbeobachtung visuell kein wahrnehmbarer Farbfehler. Dort auf dem ITV entstand auch die erste CCD-Aufnahme von M 101 mit dem Objektiv. Das Bild, sowie weitere Informationen zu meiner Person kann auf www.astro-theke.de nachgesehen werden. Gruß Ralf