Beiträge von Kaffee

    Hallo Dieter,

    jetzt hat dich der Ergeiz aber gepackt ;-)

    Bedenke bitte daß die Sonne mittags stärker scheint weil die Lufthülle durch die die Strahlen scheinen dann am dünnsten ist.

    Aus dem "riecht etwas, geht aber noch" kann daher im Laufe des Tages schlimmeres werden.

    Ein Metallokular erscheint mir trotz Abblenden die bessere Lösung.


    Zum Ausrichten:

    Mir hat es als ich noch parallaktisch beobachtet habe gut geholfen einen ausgeklappten Zollstock per Kompass in Nord-Süd-Richtung zu bringen (lässt sich besser mit dem Kompass anpeilen) und dann das Dreibein darüber aufzustellen. Das "Nord-Bein" direkt auf den Zollstock, die anderen beiden so daß der Zollstock durch deren Mitte geht. Ein zweiter Zollstock oder die eigenen Hände helfen dabei. Warum ein Zollstock? Weil der beim Transport weniger Platz wegnimmt als ein Besenstiel oder 'ne Dachlatte. Mit Kreppklebeband und Unterlegscheiben kann man sich auch Markierungen auf die Terasse machen und so am nächsten Abend etwas Zeit sparen.


    Grüße

    Detlev

    Hallo Dieter, hallo Rudi!


    wenn ich das noch richtig im Kopf habe sind die Granulen von der Erde aus gesehen 1-2 Bogensekunden breit, mehr nicht.

    Das bedeutet du musst richtig hoch vergrößern um sie zu sehen, und die Bedingungen müssen mitspielen.

    Es macht einen Unterschied ob man über ein Haus hinweg beobachtet oder über eine Wiese hinweg. Das Haus scheint die Luft mehr in Bewegung zu versetzen.

    So hell wie die Sonne scheint sieht man auch gar nicht wenn sie sich durch ein paar dünne Wolken durchbrennen muß. Hell ist sie dann immer noch, aber das kostet Kontrast. Ich habe versucht Granulen zu sehen und bei meinem Teleskop gelang mir das nur für einige Momente, nicht stabil, ich habe es aber auch nicht stundenlang versucht, ich krieg da irgendwann Kopfschmerzen beim Wechsel zwischen dunklem Teleskop und heller Umgebung.

    Mit einem "Fotografentuch" geht da wahrscheinlich mehr, aber mir läuft so schon dir Brühe durchs Gesicht ;-)

    Meistens verhindern bei mir hohe Schleierwolken einen genaueren Blick und es bleibt bei den gut sichtbaren Sonnenflecken, wenn es sie denn gibt.

    Zum "Ausgleich" halten die Wolken die Wärme fest und lassen hier in der Nähe von Bruchsal Wein, Spargel, Erdbeeren und andere leckere Sachen gedeien.


    Wenn die Sonne nichts interessantes zeigt, dann vielleicht die kleinen runden Dinger drumherum?

    Es sind momentan ordentlich Planeten am Himmel wenn man sich Zeit nimmt. Am 27 Juli gibt es einen rötlichen Mond ("Blutmond"). Der Mars ist am gleichen Abend der Erde recht nahe, kommt aber noch ein wenig näher. Ein Blick zu den Planeten lohnt sich eigentlich immer.

    https://news.astronomie.info/sky201807/planeten.html?


    Stellarium auf dem PC zeigen den Himmel so wie er jetzt ist oder in 3 Tagen, oder in 2 Wochen, oder vor 20 Jahren in der Südsee...

    Damit kann man sich vorher anschauen wo die Planeten stehen, das hilft zumindest mir beim Finden sehr.

    Eine Skizze auf Papier ist schnell gezeichnet.

    Stellarium für unterwegs? Die aktuelle Version läuft problemlos auf meinem 10 Jahre alten "T61" Len*v* Thinkpad mit Windows 10.

    Für Smartphones gibt es bestimmt auch was um die Planeten zu finden, neben dem Platzhirsch G**gle Sky Map.


    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo Thomas,


    hier hat ein Astrofotograf aus Ungarn verschiedene Masken verglichen um die einfache aber deshalb nicht weniger interessante Frage zu beantworten:

    "Wie viel daneben darf es maximal sein und kann man diese (kleine) Abweichung mit der jeweiligen Maske überhaupt sicher erkennen?"

    In seinem Fall sind es 12 Mikrometer die tolerierbar sind.

    Da sind Masken dabei deren Namen ich dort zum ersten mal las: "Carey mask" und "perpendicular mask" - nie gehört!

    Eine "Y mask" ist leider nicht mit im Test

    Sein Urteil: Für Astrofotografie ist die Bahtinov-Maske (Uuups, hab den Namen den ganzen Thread hindurch falsch geschrieben. Peinlich...) am besten geeignet.

    Er hat die Muster mit einem Simulator berechnet. "Live", mit mäßigem Himmel usw. dürfte es noch einmal ein Stück schieriger sein exakt zu fokussieren.

    Die Frage ob die eigene Teleskopmechanik eine so feinfühlige Justierung überhaupt zulässt muß sich jeder selber beantworten, und die Temperaturausdehnung ist ja damit nicht abgeschaltet...



    Grüße

    Detlev

    Hallo Dieter,


    Glückwunsch zur gelungenen Trennung, das klingt ja richtig begeisternd!

    Zu deiner prüfung: Ich wäre froh wenn die Beugungsringe in meinem 70/700 so schön wären.

    Extrafokal

    Intrafokal



    Zu Teil 3 kann ich dir sagen daß nicht nur die Bauart des Okulars stimmen muß sondern auch die Verarbeitung. Es darf kein Plastik verwendet werden, weder im Okular noch im Zenitspiegel noch im Okularauszug. Wenn der Sucher vor der Sonne verhüllt wird darf der ruhig aus Plastik sein. Wird er nicht verhüllt kocht der sinnlos seine Linsensuppe und zeichnet einem vielleicht auch noch ein Brandmal auf den Kopf.

    Huygensokulare aus Vollmetall, die gibt es wahrscheinlich nur noch gebraucht aus den 70 oder 80er Jahren als man auf ein 60mm Teleskop noch ein Jahr gespart hat. Das ist der Grund warum Filterfolie (z.B. von Baader) heute so beliebt ist. Die kommt vorne vor das Teleskop und lässt erst gar nicht soviel Energie ins System.

    Zusätzlich klappt das mit der Okularfilter und -Projektion eher bei kleinen Teleskopen (50mm, 60mm), sonst wird es einfach zu heiß. Kochende Optik hat bestimmt keine idealen optischen Eigenschaften. Eine Möglichkeit wäre Abblenden mit einem Ring aus Pappe vor dem Teleskop.


    Im allgemeinen reihe ich mich in den Chor derer ein die sagen daß OkularSONNENfilter eine gefährliche Sache sind und auf den Müll gehören wenn man sein Augenlicht behalten möchte. Die Gläser könnten platzen. Ich habe selbst erlebt wie mein Newton-Teleskop seine innen eingeklebte Veloursfolie innerhalb von Sekunden angebrannt hat, und in meinem Fundus ist ein Okular das hat so eine Sonnenbeobachtung "miterlebt". Sämtliche Plastikteile im Okular ist sind zu einem glänzenden Stück verbacken. Bei Okularprojektion sind die Augen nicht in Gefahr, aber wie kriegt man im Schadensfall das milchige, klebrige Qualm-Kondensat wieder von der Teleskopoptik runter?


    Es gibt "Herschel-Keile" die den Großteil des Lichts seitlich rausleiten und nur einen ganz kleinen Teil zum Auge leiten. Das ist was anderes und funktioniert ohne daß irgendwas kochen muß. Wenn die Sonne das innere des Teleskops, z.B. den Okularauszug durchkocht hilft der Herschel-Keil aber auch nicht, der kommt nämlich erst dahinter zum Einsatz.


    Es gibt extra Sonnenteleskope, ab 40mm Durchmesser!


    viele Grüße

    Detlev

    Hallo Thomas,

    du könntest eine dicke Schnur oder Schnürsenkel nehmen die von einem umlaufenden Gummiband gehalten werden. So könntest du auch noch mit den Winkeln herumspielen. Die beiden Ärmchen von meinem "Y" waren ziemlich genau im rechten Winkel zueinander, der dritte Streifen genau dazwischen, auf der anderen Hälfte der Linse. Ich frage mich ob es was bringen würde einen "Mercedesstern" aus Pappe zu verwenden, also 3 x je 120°. Naja, beim nächsten mal...


    klare Sicht

    Detlev



    Nachtrag: Heute leider kein Foto von meiner Seite...

    Da braut sich ganz schön was zusammen am Himmel...naja, die Erde kann einen kräftigen Guss vertragen.

    Hallo Günter,

    vielen Dank für die Versuche mich vor Schaden zu bewahren.

    ich glaube dir ja daß die von dir vorgestellten Stative die einfachen Dreibeinstative um Längen schlagen. So etwas zu bauen traue ich mir auch zu.

    Trotzdem wollte ich daß diese verrückte Idee nicht verloren geht. Ich lege sogar noch eine drauf, diesmal ein Vorbild aus der Natur: Brettwurzeln

    Im Grunde folgt der "Wood Master" dieser Millionen Jahre alten Idee, wenn auch leicht abgewandelt. Könnten drei dünne Bretter besser funktionieren als drei dünne Beine...?


    Ich überlege mir mittlerweile ob ich überhaupt noch Zeit und Geld auf mein 70/700 Skylux werfen soll obwohl es mich schon bei mittlerer Vergrößerung am Mond nicht so recht überzeugt. Momentan ist es für mich ein lehrreiches Spielzeug. Für mein 150/750 Newton habe ich eine funktionierende Dobson-Montierung, da will ich gar kein Dreibein mehr.


    Die verbleibenden Kandidaten für die Kombination "Wood Master" und Astro-3:

    - Eins von den drei 76/700 Newtons

    - Das ETX70 mitsamt Goto-Gabelmontierung

    - Canon 1000D Kamera mit noch zu bauender Barndoor(In Planung)

    Die Unterseite der Montierung wäre ja immer die gleiche, und zu den verschiedenen "Nutzlasten" hin müsste dann je ein eigener Adapter gebaut werden.

    Klingt nach Arbeit, ist aber machbar...


    Klare Sicht

    Detlev


    Hallo Thomas,


    ich war gerade mit meiner Canon EOS 1000D und einem 200mm Objektiv draußen. Aus 4-5mm breitem schwarzen Fotokarton habe ich mir ein Y gebaut das ich bei 200mm vor das Objektiv klebte (Tesafilm seitlich, die Linse blieb natürlich heile). Leider ist bei mir der Fokuspunkt für Sterne genau am Ende des Verstellbereichs, ich kann nur 2 der 3 interessanten Positionen ausprobieren

    Die Ergebnisse sind unerwartet.

    Mit 5 Sekunden Belichtungszeit und ISO1600 sieht das im Fokus so aus:

    Außerhalb des Fokus sind die Spikes weg und der Schatten der Maske erscheint:



    Gruß

    Detlev

    Gerade hatte ich eine ganz verrückte Idee:

    Die Okularablage als Zahnrad, in den Stativbeinen Gewindestangen mit kleinem Zahnrad. Durch drehen der Okularablage werden die Beine länger/kürzer!

    Leider wäre die Zahnradübersetzung sehr ungünstig...


    Gruß

    Detlev

    Hallo Günter, war den ganzen Tag wandern, bin gerade auf dem Heimweg.

    Diese dreieckige Montierung hat was, Danke für die vielen Hinweise. An Palettenholz soll es nicht scheitern, wenn der Dachausbau fertig ist und unser Zeugs endlich nicht mehr in der Garage lagert hab ich mindestens 10 Paletten übrig die ich sonst zu Feuerholz zerlegt hätte. Diese Zahl könnte noch für andere im Verein mit ausreichen ;-)


    Grüße von unterwegs

    Detlev

    Hallo Rudi,


    mit dem Spreizwinkel hast du Recht, aber das wäre eine lösbare (Bastel-)Aufgabe, deren Konzept andere für uns schon längst erdacht haben:


    Wenn die Beinenden unten am Boden durch verspannen mit Seilen, Ketten oder ähnliche in ihrem Drang nach außen zu klappen begrenzt werden muß die typische Okularablage zwischen den Stativbeinen nicht zwingend an den Beinen befestigt werden.

    Wenn die Halteschraube vom Montierungskopf gegen eine Gewindestange getauscht nach unten weiter geht könnte man daran einen stabilen Rundum-Balkon ähnlich einem auf den Kopf gestellten Regenschirm anbringen. Aber... die Ablage ist doch auch Verstrebung...? Wer sagt dann daß man diese neue Ablage nicht so weit nach oben schrauben kann daß sie von innen gegen die Beine drückt, während am Fußende die Ketten dagegen halten? So "verspannt" wäre das ganze eine Konstruktion die sogar noch stabil bleibt wenn sie als Ganzes umkippt!

    Wenn das Teleskop gehoben/gesenkt wird muß das natürlich vorher gelockert und danach wieder angezogen werden.

    Als "Quick 'n Dirty"-Lösung könnte es allerdings genügen die Flügelmuttern der Original-Ablage zu lockern (nicht entfernen!) so daß sie nur noch auf den Scharnieren die von den Beinen kommen aufliegt. Beim anheben des Teleskops gleiten die Scharniere dann ein wenig unter ihr durch und wenn die Verlängerungsaktion beendet ist können die Flügelmuttern wieder angezogen werden.

    In der Praxis wird es glaube ich darauf hinaus laufen nicht stufenlos einstellen zu wollen sondern zwischen 2 oder 3 bestimmten Positionen zu wechseln. Dann würde es helfen wenn es Markierungen gibt die anzeigen was wo wie weit gedreht und gezogen werden muß damit am Ende alles wieder passt.


    Grüße an alle

    Detlev


    PS: Danke für die Links. Ja das könnte mechanisch der gleichen Idee folgen. Hast du den Preis gesehen? Dafür kann man eine Weile einen Schüler oder Studenten beschäftigen der beim Teleskopverstellen Stundenweise assisitiert ;-)

    Hallo Rudi,

    Hier mal eine Skizze.

    Die normalen Alubeinchen die es zu einer EQ1/2/3 gibt sind zweigeteilt, können durch ineinander schieben kürzer werden.

    Die Idee:

    Die Schnur könnte an der Unterkante des Oberteils befestigt werden und über eine innen im Unterteil befestige Rolle gezogen werden.

    Aus statischen und ergonomischen Gründen geht die Schnur unten raus und dann wieder nach oben über ein Rolle. So wäre sichergestellt daß man immer nach unten zieht und nie Angst haben muß das Teleskop aus dem Gleichgewicht zu ziehen.

    Ob das so klappt...?


    Viele Grüße

    Detlev


    Nachtrag:

    Natürlich könnte der größte Teil des Weges innerhalb des Beine verlaufen, aber außen verlegt hätte man draußen wenigstens noch eine kleine Chance für Reparaturen. Der Weg bis zur ersten Rolle ist im Zwischenraum zwischen den beiden Hälften. Eventuell müsste man dafür eine Nut einfräsen und für diesen Teil einen stabilen Bowdenzug (vom Fahrrad) verwenden.

    Ufff! 80kg allein die Säule... Ich glaube ich bin raus aus der Nummer...

    Weiß noch jemand was ein "5 Kilo Schein" beim Bund war? :-)

    Weder Terassentüre noch Eingangstüre

    sind barrierefrei, mein ganzes Geraffel lagert nicht im EG. Ich glaube ich schau mir nochmal so ein verstellbares Dreibein-Stativ an und überlege wie man das per Flaschenzug "im laufenden Betrieb" ausziehen könnte. Für mein 70/700 wäre mir das ausreichend...

    Klare Sicht (endlich mal)

    Detlev

    Hallo Günter,


    das ist ein guter Tipp, Danke auch im Namen aller Leser. Wenn ich richtig verstehe hat dein Astrofreund daraus eine Plattform mit 1 Hebesäule gebaut auf der Montierung und Teleskop stehen können, und weil das einiges wiegt ist ähnlich wie hier eine Sackkarre gleich mit eingebaut.

    Also ähnlich einem "Bistrotisch" aber verstellbar, oder verstehe ich das jetzt falsch?


    Gruß

    Detlev


    Hallo Thomas,

    ich bin auch auch ein Astrofotografie-Anfänger. Mit einer Bathinov-Maske gelang es mir gut eine Webcam an meinem damaligen 4,5" Newton in den Fokus zu bringen. Seit einigen Monaten habe ich eine DSLR, aber noch ohne Fokussierhilfe. Ich habe irgendwo gelesen daß man gar nicht soviel Aufwand beim Basteln treiben muß. Wenn der Stern zum Scharfstellen hell ist passt auch eine Y-förmige Maske, die soll ähnlich viele Spikes machen wie eine Bathinov-Maske. Ein Y aus Pappe, das klingt machbar...

    Für Bathinov-Masken gibt es im Netz Generatoren, aber inzwischen gibt es Erfahrungen mit den Masken die zeigen daß jede Maske funktioniert, die exakt berechnete besser als die anderen aber wirklich unbrauchbar ist keine. Deshalb hat es jemand mit dem Y aus drei Streifen probiert und es ging auch.

    Ich habe damals die Maske generieren lassen, ausgedruckt und laminiert. Danach alles weiße mit einem Cuttermesser entfernt. Leider trennte sich die Laminatfolie vom Papier, ich würde beim nächsten Versuch das Papier vorher mit Kleber präparieren.

    Klare Sicht

    Detlev


    Nachtrag: Hier mal ein Link zum Vergleich:

    https://stargazerslounge.com/t…-made-bahtinov-vs-y-mask/

    Wem das mit den Seilen und Rollen nicht ganz geheuer ist und wer allgemein lieber was (fast) fertiges kauft der sollte sich das hier mal ansehen:

    https://www.hubwagen.de/Fahrba…he-740-x-450-mm-Plattform

    Ein Stück Teleskopsäule in Randnähe draufgeschraubt, den Montierungkopf oben auf die Säule und es kann losgehen!

    Der hier geht sogar noch ein Stückchen höher:

    https://www.hubwagen.de/Fahrba…he-815-x-500-mm-Plattform


    klare Sicht

    Detlev

    Hallo Rudi,

    eine gute Idee die einzelnen Themen zu trennen, so finden auch andere die Themen.

    Ich hatte für Dieters Zenitbeobachtung schon überlegt ob man das Problem nicht umkehren und eine hängende Konstruktion nehmen könnte.

    Aber selbst wenn es nicht wackelt, die Aufhängung wäre zumindest in Teilen genau im Zenit, also da wo Dieter und auch alle anderen gerne beobachten...

    Hier mal ein Foto meiner höhenverstellbaren Dobson-Montierung. Die Platten sind aus 9mm Birke Multiplex versehen mit jeder Menge M6 "Einschlagmuttern", so daß man die Höhe in 10cm-Schritten ändern kann. Das geht natürlich nur wenn die Optik in Sicherheit gebracht wurde und die Montierung zerlegt wird.

    Das dauert aber nur wenige Minuten. Es gibt nur eine Sorte Schrauben und die haben alle einen Inbus-Kopf.

    Wenn ich Hydraulikstempel einbauen wollte würde ich sie glaube ich unter die Höhenräder setzen, auf jeder Seite einer. Das wäre eine ziemlich wuchtige Konstruktion.

    So mancher alte Wohnzimmertisch kann mit einer Kurbel gehoben und abgesenkt werden. Dazu braucht man ein stabiles Parallelogramm und eine Gewindestange mit Kurbel. Das wird ein bischen unhandlich wenn es um 20-30cm Weg geht...

    So oder so, der obere Teil der Montierung müsste verschiebbar sein ohne in der Endposition zu wackeln. Wenn dieses Problem gelöst ist kann man sich über den "Antrieb" hermachen.

    Vielleicht ein Flaschenzug mit z.B. 4 Rollen? So könnte 1 Kurbel 2 Flaschenzüge (links und rechts, das hilft gegen Verkanten) ziehen und es wäre auch nicht zwingend nötig die Kurbelachse parallel zu den Flaschenzugachsen auszurichten. Umlenkrollen wären kein Problem, eine spätere Motorisierung nicht ausgeschlossen.

    Das Gewichtsproblem mit schweren Optiken würde sich so auch elegant lösen lassen. Es wäre möglich den oberen Teil mit Seilen oder Streben gegen den unteren abzuspannen, und der Seilzug würde Spannung auf diese Konstruktion bringen, was die Wackelei verringern würde. Ganz nebenbei hätte man so einen definierten Endpunkt. Den oberen Teil in der gewünschten Position auch noch zu verschrauben wäre aber wahrscheinlich die bessere Idee gegen Wacklizität.

    Übetragen auf die Idee einer verstellbaren Plattform würde das bedeuten daß rundherum auf allen 4 Seiten einer rechteckigen Plattform die aus Ober- und Unterteil besteht Rollen montiert werden und ein Held dann an einem Seil zieht (es aufrollt) um das Ganze zu heben und zu senken. Da würde ich statt gleiten "Holz auf Holz" zu Führungsrollen raten, im einfachsten Fall Kugel-/Rollenlager mit 'ner Schraube durch die dafür sorgen daß der angehobene Teil nicht schief läuft. Aber Achtung: Das vor Absturz schützende Balkongeländer ist dann viel zu niedrig. Im Zweifelsfall ein Sicherungsseil anlegen!


    Grüße in alle Bastelkeller und -Schuppen

    Detlev

    Eine andere Möglichkeit ist sich in der Mitte des Stativs eine leicht bewegliche Stange anzubringen, die Du möglichst leicht rauf (Zenitbeobachtungen) und runter (Horizontbeobachtungen) bewegen kannst, ... wie bei einem Photostativ. ... Aber das ist bei einer alt-/azimutalen Montierung einfacher als bei einer parallaktischen.

    Hallo zusammen,

    Es gibt ja einfache Teleskop-Säulenverlängerungen für Teleskopmontierungen, z.B. eine 20cm verlängerung. Ich habe sowas bisher nur gesehen aber nie am eigenen Teleskop verwendet. Die baut man ein oder lässt es und hat so zwei nutzbare Höhen. Aber das im dunkeln hin- und zurückbauen, da hätte ich Angst um die Optik.


    Bei Rudis Beschreibung musste ich an einen Frisierstuhl mit "Pump-Pedal" denken. Eine Nummer kleiner, also Bürostuhl (ohne Rollen) könnte so etwas eine Plattform für das gesamt Teleskop sein. Wenn der Stuhl 100kg trägt, dann auch ein Teleskop von insgesamt vielleicht 30kg. Aber wie hindert man einen Bürostuhl daran sich zu drehen ohne die Höhenverstellung zu blockieren? Und wie kriegt man das wieder runter wenn es ausgefahren ist? Zusätzlich ist die Bastelei mit Gasdruckkartuschen auch nicht ohne. Bei Montagefehlern hätte die Kartusche genug Wumms um dicke Sperrholzplatten zu durchschlagen!

    Vielleicht doch besser eine ungefährlichere Variante, mit einem Parallelogramm (schiefes Viereck), so daß die Beine wie bisher auf dem Boden stehen und der Teleskopteil mit einem Hebel als ganzes parallel zum Boden aber leicht seitlich versetzt angehoben werden könnte.

    Das muß aber ziemlich massiv gebaut werden um unter dem Teleskopgewicht nicht wie eine Fahne zu wackeln.

    Ein Astrokollege aus der Gegend hier vor dem ich immer wieder nur den Hut ziehen kann hat das hier gebaut:

    https://www.sternwarte-kraichtal.de/parallelogramm.html

    Weitere Alternativen?

    Vielleicht zwei Stative mit Montierung, und dann die Optik hin- und hertragen? Oder wenn es nur in eine Richtung gehen soll, ein Loch im Boden mit Platte drüber. Da könnte man sich dann zur Zenitbeobachtung reinstellen. Mehrere Löcher? "Loch an Loch", das hält doch nur beim Fischernetz, oder ;-).

    Oder vielleicht eher anderherum, mit langen Teleskopbeinen und Trittleiter bei Nicht-Zenitbeobachtung? Aber ein Fehltritt im Dunkeln und sonstwas kann passieren! Außerdem schwingen die langen Beine lange nach, also schon zwei Nachteile auf einmal.

    Vielleicht eine halbwegs bequeme höhenverstellbare (schräge?) Platte, auf die man sich auflegen/setzen könnte, so wie die Automechaniker, nur höher und verstellbar? Warum muß ich jetzt an einen Liegestuhl denken? Ein höhenverstellbarer gepolsterter Bürostuhl (Da isser wieder!) auf den man den Bauch/Rücken auflegen kann wäre vielleicht auch eine Möglichkeit. Aber da muß man irgendwann auch wieder von runter, und ich seh mich da schon wie eine Robbe über den Boden rollen beim "Abstieg"...;)


    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo Dieter,

    auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolgserlebnis!

    Kaum ist der eine Gipfel erreicht, lockt schon der nächste... ;-)


    Zu deinem Sucherproblem:

    Normalerweise sind Sucher und Okularauszug nahe beieinander, damit man schnell hin- und herwechseln kann.

    Wenn der Sucher jetzt ein wenig weiter vorne montiert ist würde das die Halsverrenkungen in Zenitnähe schon reduzieren.

    Mein "gutes" Auge ist das linke, und ich sitze bei meinem Newtonteleskop immer so daß ich nach links schaue wenn ich durch den Sucher schaue.

    Bei mir darf der Sucher daher nicht zu nah am Tubus liegen, sonst muß ich das andere Auge nehmen oder ganz schief in den Sucher blinzeln.

    Mich hinter den Sucher zu stellen und mit biegsamem Hals und Augen nach oben durch den Sucher zu schauen, das mache ich nur wenn es nicht anders geht.

    Allerdings beobachte ich auch zu 90% mit Newtons bei denen der Einblick seitlich liegt.


    Wenn die Halterung am Teleskop die den Sucher hält ("Sucherschuh") kein Teleskophersteller-Eigengewächs ist könnte man einen zweiten Schuh

    montieren und so eine weitere Sucher-Positionen nutzen. Der Spielverderber dabei könnte die Justierung sein. Es dürfte schwer werden beide Schuhe so zu montieren daß die Sucherjustierung für beide passt. Die "einfache" Lösung könnte ein zweiter Sucher sein, aber das Geld würde ich erst ausgeben wenn die Tests zeigen daß der Hals auch wirklich was davon hat. Wenn schon ein zweiter Sucher, dann vielleicht ein Leuchtpunktsucher?

    Ich habe einen "Rigel Quickfinder" an meinem Teleskop, den leichten kleinen Bruder vom "Telrad" Sucher. Beide vergrößern nicht und drehen das Bild auch nicht. Das klingt im ersten Moment nach einem Nachteil, aber der Vorteil des nahtlosen Übergangs vom Beobachten per Auge zum Blick durch den Sucher wiegt diesen Nachteil mehr als auf. Beide zeichnen verschieden große rote Ringe beim durchschauen ins Bild, und z.B. im "Deep Sky Reiseatlas" sind genau diese Ringe in die Karten gemalt. Der Rigel malt einen Ring weniger ins Bild als der Telrad, aber wenn man das weiß kann man den äußersten Ring in den Karten ignorieren und findet so recht gut was man sucht. Die Helligkeit der Ringe lässt sich einstellen und mindestens beim Rigel kann man die Ringe auch stufenlos blinken lassen.

    Die einen Astrokollegen schwören drauf, die anderen können nicht viel damit anfangen. Da hilft nur der Selbstversuch: Ein Blick durch so ein Ding bei einem Astrokollegen. Dazu noch ein "Aufsuchokular" welches niedrig vergrößert um viel Himmel auf einmal zu sehen, kombiniert mit den passenden Karten. Mein erster Eindruck damals war: Das ist ja wie Straßenbahnfahren!

    Für die Suche nach den (wie Rudi es immer ab und zu schreibt) "Faint Fuzzies", also den ganz schwach leuchtenden kleinen Fitzelchen am Himmel ist ein Leuchtpunktsucher vielleicht nur zweite Wahl, aber dafür gibt es ja noch den optischen Sucher...


    Weiterhin viel Spass mit deinem Teleskop

    Detlev