Beiträge von Kaffee

    Hallo Günter,


    Danke für die vielen Informationen! Da erkennt man die langjährige Erfahrung.

    EIne parallaktische motorisierte Montierung ist was feines, ich hatte mal eine motorisierte EQ-Sky-Montierung mit einem 114/900 Bresser Galaxia drauf.

    Visuell funktionierte das ganz gut, leider nur mit wenig bis gar keinem Deepsky. Deshalb trennten sich unsere Wege.

    Motorisierte parallaktische Montierungen gibt es fertig zu kaufen, für jeden Geldbeutel ist was dabei.

    Trotzdem möchte ich mal eine Lanze für motorisierte, selbstgebaute Barndoors brechen. Eine Barndoor ist nicht auf ein bestimmtes Stativ angewiesen und die Lösung für die Polneigung kann beliebig realisiert werden, Z.B. mit einem Profi-Kugelkopf, mit Zug- und Druckschrauben oder mit einem exakt passenden Holzkeil.

    Ein selbstgezimmertes kleines Holzstativ (kniehoch) - das ist mein Plan! Erst einmal starr, mit Kugelkopf für die Kamera, später mit Barndoor und darauf ein Kugelkopf. Der momentan eingesetzte Videoneiger ist windanfällig und fängt an zu zittern. Tagsüber dagegen ist er seit Jahren tauglich für die Canon Powershot SX220 HS die ich auch zum filmen (meist drinnen) nehme. OK, bei Wind mache ich tagsüber selten Fotos, bin kein Allwetter-Reporter.

    Übergangsweise könnte ich mir aber vorstellen für die DSLR die gerade noch fahrradtaugliche Astro-3 als starres Stativ und später als Unterbau für eine handliche Barndoor zu nehmen. Langfristig muß was her was zusammen mit der Barndoor in einen Rucksack oder Koffer passt. Die Konstruktion muß genauso schnell auf dem Fahrrad wie auf der Terasse sein sonst werde ich sie nicht oft benutzen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt haben aber die Umbauarbeiten am Haus eine deutlich höhere Priorisierung. Die gesundheitsbedingte Baustellenpause ist auch überstanden, mit etwas Glück feiern wir den Jahreswechsel ohne Staub und Dreck.


    Klare Sicht und warme Füße

    Detlev

    Hallo Günter,

    ich habe schon ein gepolstertes Brett welchen bei Bedarf auf den Esstisch kommt. Es geht mir um einen Raum in dem ich fräsen, sägen und schleifen kann und auch Leim oder Farbe ohne Publikumsverkehr trocknen darf. Auch das Material und das Werkzeug, vom Minilötkolben bis zum Vorschlaghammer muß ja irgendwo bleiben. Momentan habe ich eine schöne "Galerie" entlang der offenen Treppe weil ich immer wieder das eine oder andere brauche. Für spontanes "Guerilla Heimwerken" im Wohnbereich bin ich daher gerüstet. Die Garage fällt auch aus. Momentan steht da unser "Hausrat vom Dachboden" drin und wenn die Garage wieder leer ist passt unser VW Caddy da rein wie eine Hand in einen Handschuh. Leider waren die Hausbauer nicht die hellsten. Die Infrastruktur (Strom/Gas/Wasser/Abwasser) ist über 4 (In Worten: v i e r) von 4 Kellerräumen verteilt. Das muß man in einem Reihenmittelhaus erst mal schaffen! Dementsprechend eingeschränkt nutzbar sind unsere Keller. In "meinem" Keller laufen Gas, Frisch- und Abwasser an zwei Wänden und an der Decke. Ich werde die ganzen Rohre einfach L-förmig verschalen, so daß man zur Not schnell drankommt und eine Sichtkontrolle jederzeit möglich ist.


    Der Wasserschaden scheint dadurch entstanden zu sein daß Wasser an einem in Hüfthöhe montiertem Wasseranschluss runtertropfte und in die Wand einsickerte.

    Mittlerweile habe ich den Hahn getauscht, da tropft nichts mehr. Innen ist in etwa 20cm Höhe eine handtellergroße Stelle an der der Feinputz bröselig ist.

    Ob das eine mit dem anderen zusammenhängt weiß ich noch nicht. Innen ist auf jeden Fall nichts feucht. Falls ich es dieses Jahr nicht mehr schaffe die Wasserstelle zu kacheln werde ich als Behelf eine größere (Kunststoff)platte so anbringen daß der Wasserhahn einen Tropfschutz bis zum Boden hat der verhindert daß die Wand nass wird, egal ob durch Regenwasser oder Hahnenwasser. Die Vorbesitzer hatten in der Ecke ihren Brennholzhaufen unter Regenplane, vielleicht stammt der Anfang dieses Schadens noch aus dieser Zeit.


    So, die Baustelle ruft wieder...


    Detlev


    Hallo Freunde der Nacht,

    der PC läuft, aber heute abend fotografier und messe ich da nichts mehr, ich brauche richtiges Licht dafür.


    Die Materialstärke dürfte etwa 2mm sein, ich kram morgen mal die Schieblehre raus. Die Position der Klemmschraube gefällt mir nicht so gut.

    Wenn ich hinter dem Teleskop stehe und mir ein Zifferblatt vorstelle ist die Schraube auf 2 Uhr. 5 erscheint auf den ersten Blick zugänglicher.

    Andererseits ist 2 Uhr in Zenitlage eine von zwei Positionen an die man überhaupt noch rankommt.

    Ich habe den Verdacht daß ich die falsche Schraube drin habe. Das flache Ende der Schraube ist grob abgesägt. Das sieht nicht so aus als

    wäre das die Originalschraube. 3mm sitzt sehr locker, 4mm passt nicht rein. UNC 6/32 Zoll (PC-Schraube) passt auch nicht.

    Vielleicht hat ein Sägegrat das Alugewinde zerkratzt?

    M 3,5 hab ich gerade nicht zur Hand.

    Ich werde den Tipp von Thomas befolgen und M4 schneiden. Wenn das schief geht kommt ein neues M3-Loch auf 10 Uhr.

    Erst wenn das auch nicht funktioniert gibt es einen Ring. Danke für den Tipp!


    Hallo Günter,

    die Barlow hat jetzt meine Tochter für ihr 76/700, keine Chance da was unauffällig abzusägen ;-) Aber es zeichnet sich ja eine Lösung per Gewindeschneider ab.

    Der Bau des 8-Zöllers steht sehr weit oben auf meiner ToDo-Liste, gleich hinter dem Dachausbau und dem Umbau der Werkstatt, eventuell noch verdrängt von einem Schaden im Mauerwerk unterhalb einer Wasserstelle auf der Terasse. Das Haus kommt in die Jahre...

    Die Gedanken kreisen um Details und ich sammle immer wieder Ideen. Stativbeine zu verwenden ist ja mal eine witzige Idee. Für 6" genau richtig.

    Die Holzregalwinkel hatte ich im Baumarkt auch schon in der Hand. Die sind besser im Maß als manche Metallwinkel.

    Aber ohne funktionierende Werkstatt kein selbstgebautes Teleskop, also ab auf die Baustelle(n) und das Chaos beenden. Das ist auch einer der Gründe warum das Teleskop meiner Tochter auf einem halbwegs stabilen Dreibein steht und (noch) kein Dobson ist.

    Solange ich hier im Haus so viel zu tun habe vermisse ich auch keinen 8-Zöller, eher ein gut gekühltes, alkoholfreies 6-Pack ;-)


    Klare Sicht euch allen

    Detlev





    Hallo liebe Werkstatt-Mitbewohner:)


    Vor einiger Zeit stellte ich fest dass die kleine M3 Rändelschraube die das Okular klemmen soll nicht richtig greift. Ich habe fast den Eindruck dass das Gewinde im OAZ nicht defekt sondern schlicht zu groß ist. War da vielleicht mal was zölliges drin bevor ich es gekauft habe? Ein neues M4 Gewinde schneiden könnte in dem bischen Alu damit enden dass ich zwar ein größeres Loch aber doch kein Gewinde bekomme. Meine Idee wäre daher einen Metallstreifen außen dran zu kleben mit einem neuen Gewinde. Der Streifen könnte auch umlaufend sein, so dass jede Menge Klebefläche entsteht. Eine Schlauchschelle könnte hier auch helfen, sieht aber besch....eiden aus.


    Wer hat so etwas schon gemacht?


    Klare Sicht, auch in der Werkstatt

    Detlev

    Hallo Rudi,

    meinen Glückwunsch zur Sichtung und zum Equipment. Hinterher ist man immer klüger!


    Da krieg ich Lust das mit 6" auch mal zu versuchen. Aber hier ist gerade alles zu. Scheint eher was für die kältere Jahreszeit zu sein, oder?


    Grüße über den Rhein,

    Detlev

    Hallo Günter,

    bitte entschuldige, da war die Autokorrektur etwas vorlaut. Für meinen Schwiegerpapa hätte es gepasst.


    Vielleicht hat Klaus sich längst unheilbar "verguckt" und bestellt gerade einen großen Spiegelrohling...

    Möglicherweise erfahren wir es bald.


    Eine schönen Abend wünsche ich

    Detlev

    Hallo Klaus,

    wie ist denn bei dir die Wetterlage? Sind Sterne und Planeten zu sehen?

    Dann leg los!

    Oder ist das Beobachtungswetter sogar so gut daß du erst wieder an den PC kommst wenn Wolken aufziehen? ;)

    Hast du schon andere Sterngucker in der Nähe gefunden? Wir sind zwar lichtscheue Gesellen, aber ich kenne keinen der jemandem

    der vernünftig fragt einen Blick durchs Teleskop verwehrt, mich eingeschlossen.


    Noch ein paar Tipps:

    Für ein paar Euro gibt es spezielle Sonnenbeobachtungsfolie. Mit dieser Folie VOR dem Teleskop kannst du die Sonnenflecken gefahrlos beobachten.

    Die Sonne erscheint dann dunkler als der Mond.

    Eine Projektion auf eine helle Fläche durchs Okular geht prinzipiell auch, aber das Okular darf keine aus mehreren Teilen geklebten Linsen haben und muß aus Metall sein, sonst schmelzen Plastikteile davon oder der Linsenklebstoff wird trüb. Ist das Teleskop zu groß kann es innendrin auch anfangen zu kokeln wenn das Licht seitlich an den Tubus kommt. Was "zu groß" ist, da streiten sich die Gelehrten. Ich würde sagen 70mm Durchmesser ist noch OK für Projektion wenn das Okular aus Metall ist.

    Meine Schutzfolie ist von Baader und macht ein graues Bild, es gibt aber auch eine andere die macht ein gelbliches Bild (Von Intercon Spacetec?). Beim Merkurdurchgang vor ein paar Jahren hatte mein Verein beides im Einsatz. Geht beides gut.

    Merkur- und Venusdurchgänge hast du leider verpasst, aber die Sonnenflecken sehen auch interessant aus, wenn sie denn mal da sind. Die kommen und gehen. Ob 90mm Linse genügen um hoch genug zu vergrößern und die körnige Oberfläche der Sonne ("Granulation") zu sehen, daß weiß ich aus dem Kopf nicht. Mit 150mm Spiegel hab ich sie mal sekundenweise gesehen, hab sie aber auch nicht gejagt.

    Bitte lass die Finger von alten Sonnenfiltern die vor das Okular kommen. Die sind für relativ kleine Teleskope (50-60mm?) gedacht und können in größeren Teleskopen heiß werden, Risse bekommen und dann schaust du ungeschützt in die Sonne, was mit Augenschäden bis zur völligen Erblindung enden kann. Die Folien gibt es in vielen Größen vorgeschnitten. Preis pro A4-Blatt etwa 25 Euro. Auch vorgefertigte Papphalterungen gibt es. Mein Halterung ist selbst gebaut aus Styrodur - wasserfest, leicht und sehr stabil. Gehalten wird sie mit 4x Klettbändern deren Gegenstücke auf den Tubus geklebt sind. Der Sturm der das wegbläst haut auch mich und mein Teleskop um.


    Am hellen Mond kann man vor dem Okular sowas wie eine leichte Sonnenbrille benutzen, einen Mondfilter. Die einen schwören drauf, die anderen lachen wenn sie das hören. Bei 150mm ist mir der Mond manchmal zu hell. Die Pupille geht zu, Details gehen verloren. Probier es aus und bilde dir dein eigenes Urteil.

    Vollmond ist natürlich die schlechteste Zeit. Die schmale Mondsichel bekommt ihr Licht von der Seite. Dann werfen auch kleinste Hügel lange dunkle Schatten über den hellen Grund und das ist natürlich gut zu erkennen. Bei Vollmond steht die Sonne in deinem Rücken und leuchtet jede Ecke, jede Ritze am Mond aus. Du siehst viel Mond aber mit weniger Details. Dann lieber weniger Mond mit mehr Details, oder? Zum Thema Mondkarten hat Günter ja schon was geschrieben.


    ISS beobachten geht auch, allerdings ist die so flott, das ist eher was für das unbewaffnete Auge. GoTo-Teleskope könnten ihr im Prinzip folgen, manchmal sind aber die Motoren nicht flott genug, und die Steuerung braucht auf jeden Fall die aktuellen Bahndaten aus dem Internet.


    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo Günther,

    vielen Dank für die Hinweise. Dieses Buch kannte ich noch gar nicht.

    Genau deswegen berichte ich ja nur was für mich persönlich gepasst hat. Andere mögen zu anderen Ergebnissen kommen. Kein Problem, da bleibt bei mir der Puls niedrig. Ich habe neben dem "DeepSky Reiseatlas" von M.Feiler/P.Noack den "Atlas für Himmelbeobachter" von E.Karkoschka hier liegen, und auch "Welcher Stern ist das?" von J. Herrmann, und das sind nur die Bücher die ich regelmäßig mit raus schleppe. Jedes Teleskop hat seinen Himmel, und jeder seinen persönlichen Zugang zu den Sternen. Der eine beobachtet nächtelang den gleichen Himmelsabschnitt, analysiert und vergleicht, der andere zeichnet lieber Mondkrater, wieder andere veranstalten einen Beobachtungsmarathon um gemeinsam etwas zu unternehmen, anderen wiederum ist das Erlebnis selbst wichtiger als das Ergebnis, sie streifen am Okular durch die Milchstraße mit einem Glas Rotwein in der Hand auf der Suche nach irgend etwas daß ihren Blick fesselt!

    Alle beobachten den gleichen Himmel, jeder auf seine Weise - und alle haben ihren Spass!

    Ich kann nur meine Erfahrungen nennen. Jetzt kennt Klaus zumindest mal verschiedene Ansichten und sieht daß sie kein Wiederspruch sein müssen.


    Schöne Grüße und immer klare Sicht

    Detlev

    Hallo zusammen, Hallo Klaus!


    Hast du eigentlich schon die "Grundausstattung", also eine drehbare Sternenkarte, einen Kompass und eine Rotlichtlampe?

    Ohne dieses Handwerkszeug wird es selbst mit GOTO schwierig.

    Ich habe einige drehbare Sternenkarten ausprobiert. Die einzige die für mich persönlich unter rotem Licht gut lesbar erschien war die

    vom Occulum-Verlag. Sie ist relativ groß aber komplett aus Kunststoff und damit 100% taubeständig. Ich habe irgendwo eine ganz

    kleine handliche Karte, aber der Versuch doch noch alles drauf zu packen was geht führt dazu daß man darauf eigentlich nichts erkennt.

    Eine dimmbare rote Lampe habe ich mir selbst gelötet. Solche Lampen gibt es aber auch fertig zu kaufen.

    Als Kompass nutze ich einen "Marschkompass", der hat einen Deckel und ist damit beim Transport gut geschützt.


    Fürs "Trockenschwimmen" am PC kann ich das kostenlose "Stellarium" empfehlen. Ich benutze ein 10 Jahre altes Lenovo Laptop und Stellarium läuft darauf ohne Probleme. Damit kann man sogar ausprobieren wieviel "Feld" man mit welchem Okular bzw Teleskop sehen würde. Die verwendeten Ansichten der DeepSky-Objekte sind leider alle vom Typ "Hochglanzphoto", zeigen also nicht den visuellen Eindruck sondern eher das was ein erfahrener Astrofotograf mit seiner Ausrüstung und einigen Stunden Nachbearbeitung herauskitzeln konnte.


    Jetzt im Herbst erscheint Orion, der Orionnebel ist schon in kleinen Teleskopen zu sehen, mit 70mm war bei mir das "Trapez" darin gut zu sehen. Mit 90mm bestimmt noch besser. Die Plejaden sind auch immer einen Besuch wert, schon im Ferglas ein toller Anblick...


    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo Sternensucher,


    ein herzliches "Willkommen im Forum!".

    Bei mir ist es ähnlich. Aufgewachsen in NRW lebe ich jetzt in de rNähe von Karlsruhe

    Dein "kleines" Fernrohr ist mit 90mm Durchmesser doch schon mehr als was viele Einsteiger unter dem Weihnachtsbaum finden. Damit sollte doch schon mehr gehen als Mond und helle Planeten. Jetzt gehen die hellen Nächte zuende, so langsam beginnt wieder die Teleskopsaison.


    Zu deinem Wunschteleskop kann ich nur indirekt was sagen. Ich besitze eins mit identischem Spiegeldurchmesser und Brennweite, allerdings ohne NEQ-3 und Goto, einfach auf eine selbst gezimmerte Rockerbox gesetzt. Als Anfänger wollte ich auch nicht von einer EQ-Montierung lassen und habe mir deshalb ein 114/900 Newton auf einer EQ-Montierung, etwas kleiner als die NEQ-3 gekauft. Irgendwann hatte ich es ganz gut drauf die Montierung einzunorden und auszurichten. Mit einem kleinen RA-Motörchen war das ganze sehr angenehm zu benutzen.

    Äquatoriale Montierung motorisiert das hat was, keine Frage.

    Aber bedenke daß du vielleicht irgendwann mehr willst und dann ist die NEQ3 zu klein. Dann kaufst du Teleskop udn Montierung neu.


    Seit ich aber eine Rockerbox benutze erlebe ich wie einfach das Leben sein kann: Rockerbox hinstellen, Teleskop drauf - fertig!

    Natürlich ist Goto ein Schmankerl und gerade als Anfänger glaubt man nicht daß es so schnell ohne gehen wird.

    Aber seit ich den Deepsky-Reiseatlas mit passendem Sucher habe ist das Aufsuchen von Objekten außerhalb des Sonnensystems kein Hexenwerk mehr, eher wie Straßenbahnfahren. Man springt von Stern zu Stern auf dem Weg zum Ziel und hat dabei einen roten Lichtkreis im Sucher der auf der Karte ebenfalls zu sehen ist als Größenvergleich. So kann man abschätzen wie weit man springen muß.

    Ich habe eine Goto-Teleskop und benutze es kaum.


    Was kann man mit einem 150/750 Newton sehen? 150mm = 6Zoll (6"). Das ist ein Durchmesser bei dem erste Deepsky-Objekte nicht mehr nur hingehauchte Fleckchen sind sondern so langsam Strukturen zeigen. Kugelhaufen zeigen einen Kern und einen Außenbereich, Galaxien zeigen daß sie länglich oder rundlich sind.

    So gesehen hat man mit 6" einen Fuß in der Türe beim Thema "Deepsky". Wer mit dem ganzen Bein rein will braucht mehr, z.B. 8" oder 10".

    Irgendwann gibt der Himmel bei uns in Mitteleuropa nicht mehr Auflösung her. Das dürfte so bei 14" oder 16" Teleskopgröße der Fall sein. Mehr lohnt sich vielleicht noch in den Alpen.

    Das Öffnungsverhältnis dieses Teleskops ist = 150:750 = f/5. Das ist was anderes als 90:1000 = f/11. Der Lichtkegel ist nicht so schön spitz wie bei f/11, sondern stumpfer. Da müssen die Okulare mehr können um das zu einem brauchbaren Bild zu verarbeiten. Ich benutze Plössl-Okulare und im äußeren Drittel sieht man schon daß die Sterne nicht mehr rund sind. Ich kann bis jetzt damit leben, die Abhilfe in Form von besseren Okularen konnte ich mir bisher verkneifen.

    Mein Teleskop habe ich auf visuelle Beobachtung hin optimiert, es ist dunkel wie in einer Kohlengrube da drin und der Tubus ist 5cm länger weil der Fangspiegel sonst den Hauptspiegel nicht komplett "ausgeleuchtet" hätte sondern nur die inneren 3/4. Der Fangspiegel ist neu geklebt damit er nicht verspannt ist und das Bild deformiert. Jetzt ist das Teleskop in einem Zustand in dem man es gut benutzen kann. Vielleicht hatte ich Pech mit diesem Exemplar daß ich so viel ändern musste. Aber es lies sich ändern, das ist die gute Nachricht. Zumindest das Auskleiden mit Veloursfolie wird vielfach empfohlen um Fremdlicht abzuhalten. Wer auf dem platten Land außerhalb von Siedlungen lebt der wird sich fragen was Fremdlicht eigentlich ist, alle anderen machen es und sehen einen Unterschied. Der Hintergrund ist dann dunkler, schwach leuchtende Objekte saufen nicht mehr in einer Lichtsuppe ab.

    Das bessere ist der Feind des guten, deshalb schiele ich schon auf ein 200mm Newton-Teleskop. Da es leicht und transportabel sein soll werde ich es wohl selber bauen müssen. Fertig gekauft ist es mir leider zu teuer.

    Unser Verein hat ein 10" f/5 Goto-Dobson (Skywatcher Flextube) , das nutzt aber inzwischen auch immer öfter Starhopping zum Aufsuchen.


    Bevor du irgendwas kaufst empfehle ich dir dringend Kontakt zu anderen Teleskopbesitzern zu suchen und durch deren Teleskope zu schauen, im Idealfall unter einem Himmel wie du ihn hast.

    Falls du Fragen hast dann frag, ich kann auch gern mal Fotos von der Rockerbox machen.


    Klare Sicht

    Detlev


    Nachtrag:

    Teleskopvergleich für Jupiter und verschiedene Deepsky-Objekte bei Binoviewer aus Österreich:

    http://www.binoviewer.at/beoba…skopvergleich_jupiter.htm

    http://www.binoviewer.at/beoba…skopvergleich_deepsky.htm

    Achtung, die gezeigten Ansichten gehen davon aus daß man eine perfekte Optik, komplett ausgekühlt und perfekt justiert ohne Tubus-Seeing, an einem perfekten Standort unter einem perfekten Himmel hat. Wer da nicht so ganz mithalten kann darf sich nicht wundern wenn er weniger sieht als dort gezeigt.

    Hallo Manfred, hallo Günter

    auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum, lieber Manfred. Ich sitze in der Nähe von Karlsruhe an meinen Teleskopen. Die knifflige Suche am Himmel kann ich bestätigen. Mittlerweile habe ich aber einen "Rigel Quickfinder" und das entsprechende Buch dazu, den "Deepsky Reiseatlas" entdeckt. Damit geht es schon ein ganzes Stück einfacher. Den Original Telrad kann man natürlich auch verwenden, ist mir aber zu unhandlich nachdem ich ihn mal "Live" erlebt habe. Mit einem 150/750 Newton erforsche auch ich den Himmel und kann diese Teleskopgröße jedem empfehlen der einsteigt. Eventuell ist die seltenere 900mm-Variante okulartechnisch noch besser, aber 15cm mehr Brennweite sind 15 cm mehr Platzbedarf... Egal welche variante, Hauptsache in funktionsfähigem Zustand, nicht wie bei mir als preisreduzierte Bastelware (nur Tubus). War 'ne schwere Geburt das Ding funktionsfähig zu kriegen.


    Fotografisch steh ich am Anfang, das Leben außerhalb der Astronomie hat momentan eindeutig Vorrang. Visuell beobachten macht mir Spass, von daher bin ich nicht traurig daß es fotografisch nur langsam vorwärts geht.


    Ich wünsche euch einen klaren Himmel und auch mal Nächte in denen einem nicht der Schweiß übers Gesicht läuft...

    Detlev

    Hallo Himmelsgucker,

    ja das Wetter hat man nicht im Griff, da muß man nehmen was kommt. Ich hatte eigentlich auch vor zu fotografieren, hab dann aber schnell gemerkt

    daß mir noch ganz viel Routine fehlt. Ich habe die Kamera seit einigen Monaten und den Teleskopadapter seit 14 Tagen. Zeit am Teleskop?

    Wenige Stunden ;-) Es fing schon gut damit an daß ich mein 200mm Objektiv vergessen hatte. Anfängerfehler...Da mein 150/750er Newton von mir für visuell optimiert ist kam dann nur noch Okularfotografie in Frage, und da passte es mit der Balance

    in der Rockerbox nicht so Recht. Eine Nachführung gab es natürlich auch nicht, aber beim Mond sollte es doch noch ohne gehen.

    Trotzdem scheiterte ich schon am scharfstellen. Vielleicht hab ich in der Eile was falsch gemacht, ich weiß es nicht.

    Also ganz schnell wieder die Kamera weggepackt und visuell beobachtet. Da macht mir am meisten Freude.

    Meine Tochter war ganz stolz daß andere durch ihr kleines Teleskop schauen wollten :-)

    Mittlerweile hab ich auch den Leuchtpunktsucher für ihr Teleskop gefunden. Für den nächsten Einsatz ist ihr Teleskop jetzt besser vorbereitet.


    klare Sicht

    Detlev


    Hallo zusammen und ein herzliches Willkommen Himmelgucker,

    bei uns waren einige visuelle und einige Fotografen. Bei den visuellen gab es eindeutig mehr Publikum.

    Die scheinbar fehlende rote Färbung wurde auch thematisiert. "Nachts sind alle Katzen grau."

    Die Planung begann etwa 12 Stunden vorher, als klar wurde daß niemand was vorbereitet hatte und der "Chef" selbst gar nicht vor Ort sein würde.

    Ruck-Zuck wurde was organisiert und wir konnten vielen interessierten Zuschauern den Mond, Saturn, Jupiter und natürlich den Mars zeigen.

    Astro-Alex mit der ISS zog auch über den Himmel, aber das war schon fast Nebensache bei soviel Spektakel am Himmel.

    Meine Tochter (8) war auch dabei, mit ihrem 76/700 Spiegelteleskop, und auch damit konnte man gut sehen was da am Himmel so leuchtet.

    Die Meinungen wo denn der Mars sei gingen auseinender, ein Blick durchs Okular enttarnte einige Flugzeuge...

    Ich hoffe bei euch war das Wetter so gut wie bei uns. Erst als alles vorbei war zogen Wolken auf.


    Viele Grüße

    Detlev

    Hallo Dieter,

    jetzt hat dich der Ergeiz aber gepackt ;-)

    Bedenke bitte daß die Sonne mittags stärker scheint weil die Lufthülle durch die die Strahlen scheinen dann am dünnsten ist.

    Aus dem "riecht etwas, geht aber noch" kann daher im Laufe des Tages schlimmeres werden.

    Ein Metallokular erscheint mir trotz Abblenden die bessere Lösung.


    Zum Ausrichten:

    Mir hat es als ich noch parallaktisch beobachtet habe gut geholfen einen ausgeklappten Zollstock per Kompass in Nord-Süd-Richtung zu bringen (lässt sich besser mit dem Kompass anpeilen) und dann das Dreibein darüber aufzustellen. Das "Nord-Bein" direkt auf den Zollstock, die anderen beiden so daß der Zollstock durch deren Mitte geht. Ein zweiter Zollstock oder die eigenen Hände helfen dabei. Warum ein Zollstock? Weil der beim Transport weniger Platz wegnimmt als ein Besenstiel oder 'ne Dachlatte. Mit Kreppklebeband und Unterlegscheiben kann man sich auch Markierungen auf die Terasse machen und so am nächsten Abend etwas Zeit sparen.


    Grüße

    Detlev

    Hallo Dieter, hallo Rudi!


    wenn ich das noch richtig im Kopf habe sind die Granulen von der Erde aus gesehen 1-2 Bogensekunden breit, mehr nicht.

    Das bedeutet du musst richtig hoch vergrößern um sie zu sehen, und die Bedingungen müssen mitspielen.

    Es macht einen Unterschied ob man über ein Haus hinweg beobachtet oder über eine Wiese hinweg. Das Haus scheint die Luft mehr in Bewegung zu versetzen.

    So hell wie die Sonne scheint sieht man auch gar nicht wenn sie sich durch ein paar dünne Wolken durchbrennen muß. Hell ist sie dann immer noch, aber das kostet Kontrast. Ich habe versucht Granulen zu sehen und bei meinem Teleskop gelang mir das nur für einige Momente, nicht stabil, ich habe es aber auch nicht stundenlang versucht, ich krieg da irgendwann Kopfschmerzen beim Wechsel zwischen dunklem Teleskop und heller Umgebung.

    Mit einem "Fotografentuch" geht da wahrscheinlich mehr, aber mir läuft so schon dir Brühe durchs Gesicht ;-)

    Meistens verhindern bei mir hohe Schleierwolken einen genaueren Blick und es bleibt bei den gut sichtbaren Sonnenflecken, wenn es sie denn gibt.

    Zum "Ausgleich" halten die Wolken die Wärme fest und lassen hier in der Nähe von Bruchsal Wein, Spargel, Erdbeeren und andere leckere Sachen gedeien.


    Wenn die Sonne nichts interessantes zeigt, dann vielleicht die kleinen runden Dinger drumherum?

    Es sind momentan ordentlich Planeten am Himmel wenn man sich Zeit nimmt. Am 27 Juli gibt es einen rötlichen Mond ("Blutmond"). Der Mars ist am gleichen Abend der Erde recht nahe, kommt aber noch ein wenig näher. Ein Blick zu den Planeten lohnt sich eigentlich immer.

    https://news.astronomie.info/sky201807/planeten.html?


    Stellarium auf dem PC zeigen den Himmel so wie er jetzt ist oder in 3 Tagen, oder in 2 Wochen, oder vor 20 Jahren in der Südsee...

    Damit kann man sich vorher anschauen wo die Planeten stehen, das hilft zumindest mir beim Finden sehr.

    Eine Skizze auf Papier ist schnell gezeichnet.

    Stellarium für unterwegs? Die aktuelle Version läuft problemlos auf meinem 10 Jahre alten "T61" Len*v* Thinkpad mit Windows 10.

    Für Smartphones gibt es bestimmt auch was um die Planeten zu finden, neben dem Platzhirsch G**gle Sky Map.


    Klare Sicht

    Detlev

    Hallo Thomas,


    hier hat ein Astrofotograf aus Ungarn verschiedene Masken verglichen um die einfache aber deshalb nicht weniger interessante Frage zu beantworten:

    "Wie viel daneben darf es maximal sein und kann man diese (kleine) Abweichung mit der jeweiligen Maske überhaupt sicher erkennen?"

    In seinem Fall sind es 12 Mikrometer die tolerierbar sind.

    Da sind Masken dabei deren Namen ich dort zum ersten mal las: "Carey mask" und "perpendicular mask" - nie gehört!

    Eine "Y mask" ist leider nicht mit im Test

    Sein Urteil: Für Astrofotografie ist die Bahtinov-Maske (Uuups, hab den Namen den ganzen Thread hindurch falsch geschrieben. Peinlich...) am besten geeignet.

    Er hat die Muster mit einem Simulator berechnet. "Live", mit mäßigem Himmel usw. dürfte es noch einmal ein Stück schieriger sein exakt zu fokussieren.

    Die Frage ob die eigene Teleskopmechanik eine so feinfühlige Justierung überhaupt zulässt muß sich jeder selber beantworten, und die Temperaturausdehnung ist ja damit nicht abgeschaltet...



    Grüße

    Detlev

    Hallo Dieter,


    Glückwunsch zur gelungenen Trennung, das klingt ja richtig begeisternd!

    Zu deiner prüfung: Ich wäre froh wenn die Beugungsringe in meinem 70/700 so schön wären.

    Extrafokal

    Intrafokal



    Zu Teil 3 kann ich dir sagen daß nicht nur die Bauart des Okulars stimmen muß sondern auch die Verarbeitung. Es darf kein Plastik verwendet werden, weder im Okular noch im Zenitspiegel noch im Okularauszug. Wenn der Sucher vor der Sonne verhüllt wird darf der ruhig aus Plastik sein. Wird er nicht verhüllt kocht der sinnlos seine Linsensuppe und zeichnet einem vielleicht auch noch ein Brandmal auf den Kopf.

    Huygensokulare aus Vollmetall, die gibt es wahrscheinlich nur noch gebraucht aus den 70 oder 80er Jahren als man auf ein 60mm Teleskop noch ein Jahr gespart hat. Das ist der Grund warum Filterfolie (z.B. von Baader) heute so beliebt ist. Die kommt vorne vor das Teleskop und lässt erst gar nicht soviel Energie ins System.

    Zusätzlich klappt das mit der Okularfilter und -Projektion eher bei kleinen Teleskopen (50mm, 60mm), sonst wird es einfach zu heiß. Kochende Optik hat bestimmt keine idealen optischen Eigenschaften. Eine Möglichkeit wäre Abblenden mit einem Ring aus Pappe vor dem Teleskop.


    Im allgemeinen reihe ich mich in den Chor derer ein die sagen daß OkularSONNENfilter eine gefährliche Sache sind und auf den Müll gehören wenn man sein Augenlicht behalten möchte. Die Gläser könnten platzen. Ich habe selbst erlebt wie mein Newton-Teleskop seine innen eingeklebte Veloursfolie innerhalb von Sekunden angebrannt hat, und in meinem Fundus ist ein Okular das hat so eine Sonnenbeobachtung "miterlebt". Sämtliche Plastikteile im Okular ist sind zu einem glänzenden Stück verbacken. Bei Okularprojektion sind die Augen nicht in Gefahr, aber wie kriegt man im Schadensfall das milchige, klebrige Qualm-Kondensat wieder von der Teleskopoptik runter?


    Es gibt "Herschel-Keile" die den Großteil des Lichts seitlich rausleiten und nur einen ganz kleinen Teil zum Auge leiten. Das ist was anderes und funktioniert ohne daß irgendwas kochen muß. Wenn die Sonne das innere des Teleskops, z.B. den Okularauszug durchkocht hilft der Herschel-Keil aber auch nicht, der kommt nämlich erst dahinter zum Einsatz.


    Es gibt extra Sonnenteleskope, ab 40mm Durchmesser!


    viele Grüße

    Detlev

    Hallo Thomas,

    du könntest eine dicke Schnur oder Schnürsenkel nehmen die von einem umlaufenden Gummiband gehalten werden. So könntest du auch noch mit den Winkeln herumspielen. Die beiden Ärmchen von meinem "Y" waren ziemlich genau im rechten Winkel zueinander, der dritte Streifen genau dazwischen, auf der anderen Hälfte der Linse. Ich frage mich ob es was bringen würde einen "Mercedesstern" aus Pappe zu verwenden, also 3 x je 120°. Naja, beim nächsten mal...


    klare Sicht

    Detlev



    Nachtrag: Heute leider kein Foto von meiner Seite...

    Da braut sich ganz schön was zusammen am Himmel...naja, die Erde kann einen kräftigen Guss vertragen.