Posts by bachmaier

    hallo an alle.


    Als erstes: wenn klar ist wie das Bild orientiert ist, dann wird man kann und wird man die Bilder so drehen und spiegeln bis es passt.
    (Wenn man es nicht weiß, dann kann es sehr schwierig sein, in einer abgelegeren Gegend des Himmels irgendwas zu identifizieren.)
    Visuell geht es mir auch nicht darum, daß das Bild unbedingt aufrecht steht - einfach weil sich der Himmel sowieso dreht.
    Was mich stört ist das gespiegelte Bild - egal ob aufrecht oder auf dem Kopf.
    Man hat erhebliche Probleme mit der Orientierung - zumindest mir geht es so.
    Starhopp mit gespiegeltem Bild ist mir ein Graus.
    Das Beispiel mit dem Firstscope soll keine Empfehlung für astronomische Beobachtungen sein, das wär natürlich ein Witz.
    Es beweist aber, daß das Bild im Newton nie gespiegelt sein kann.
    Das kam hier mißverständlich rüber und mir ist es, besonders gegenüber Einsteigern, wichtig korrekt zu sein.
    Hier nochmal vier Bilder vom Mond mit verschiedenen Orientierungen.
    Das Erste: Anblick im Refraktor oder Cassegrain geradsichtig ohne Prisma und im Newton
    Das Zweite:Anblick im Refraktor oder Cassegrain mit Zenitspiegel/od Prisma
    Das Dritte: Anblick mit bloßem Auge /Feldstecher/Spektiv sowie Refraktor und Cassegrain mit Amiciprisma oder Newton mit Linsenumkehrsatz.
    Das Vierte: Refraktor oder Cassegrain mit seitlich verdrehtem Zenitspiegel .
    Beim Newton dreht sich das Bild, wenn man das Gerät in den Rohrschellen dreht es wird aber nicht gespiegelt.


    Mag sein, daß das ein wenig korinthenkackerisch daherkommt, aber mir kommt das Thema ein wenig zu kurz.
    Oder kennt hier noch jemand Pentaprismen oder Littrowprismen - beide verändern das Bild nicht - weder spiegeln noch drehen -und waren früher bei Planetenzeichnern beliebt.


    Halbwegs geradsichtige Sicht wünscht
    Felix

    Hallo Herr Rohr
    Daß sich das Bild je nach Einblickrichtung herumdreht ist klar aber:
    "Da aber beim Newton-System bereits der Fangspiegel je nach Einblick entweder das Bild horizontal/seitenverkehrt
    umkehrt oder vertical/oben_unten vertauscht, kommt es zu keiner richtigen Umkehrung des Bildes. Für die vollständige
    Umkehrung würde bereits ein weiterer Fangspiegel ausreichen, der zum 1. Fangspiegel um 90° gedreht ist. Das wäre
    dann auch eine Art 'Amici' Prisma"
    und
    "1.5x Erekting Eyepiece ist vermutlich seitenverkehr, weil ein Newton-System mit Fangspiegel
    und hängt davon ab, wie man hineinschaut."
    meint ja wohl was anderes, nämlich, daß die Bilder , egal wie gedreht, gespiegelt bleiben - was ich weder beobachten kann, noch die Bilder zeigen noch der Text der Anleitung - auch theoretische Überlegungen führen bei mir zu anderen Ergebnissenl.
    Ich glaub auch, daß es nirgends Astrofotos mit Newtons gibt, die vesehentlich nicht entspiegelt werden und deshalb seitenverhehrt sind.
    Dagegen sieht man von Hyperstar - Aufnahmen, bei denen nur ein Spiegel vorkommt, tatsächlich immer wieder seitenverkehrte Bilder.
    (Für mich als Beobachter ist es eine der Vorteile des Newton Prinzips, daß man ohne weiteres Zubehör keine vertauschten Seiten hat und sich nur klar sein muß, daß sich der Himmel sowohl durch die Erddrehung als auch Einblicklage dreht.


    momentan sieht man eh nix draußen
    also klare Nächte wünscht Felix

    hallo Herr Rohr


    vorhin hab ich mit dem Celestron Firstscope 76 mm Newton ein paar Fotos gemacht. Objekt war ein Hinweisschild für Gasleitung (Abzweiger9
    Dabei hab ich zuerst das Fernrohr selbst von oben fotografiert mit 1. Blick Richtung Objekt und 2. Blick Richtung Hauptspiegel. Im zweiten Fall ist das Bild aufrecht seitenrichtig, im ersten Fall astronomisch orientiert (um 180 ° gedreht). Auch in der Betriebsanleitung für das Firstscope wird diese Möglichkeit (Beobachten mit Rücken zum Objekt) erwähnt. Ich hab den entsprechenden Auszug aus der Anleitung (Seite 7 unten) dazugelegt (Müßte eigentlich erlaubt sein)
    Beste Grüße
    Felix

    hallo Herr Rohr
    Ich weiß leider nicht, wie sie zu der Annahme kommen, ein Newton würde seitenverkehrt abbilden.
    Jeder, der einen hat kann das sofort überprüfen und weder hab ich den Mond oder irgend eine Schrift seitenvertauscht gesehen noch irgendwas disbezüglich gehört /gelesen.
    Es gibt auch keine seitenvertauschten Astroaufnahmen mit Newtons aufgenommen.
    Könnte es sein, daß Sie das Fokalbild eines Spiegels mit einem Stück Papier (ohne Fangspiegel) aufgefangen haben?
    Dabei ist das Bild tatsächlich seitenrichtig aber deshalb, weil man es von der Spiegelseite her anschaut und nicht wie bei der normalen Beobachtung von hinter dem Brennpunkt.


    nebelfreie Grüße wünscht Felix

    Hallo Winfried


    Vielleicht muß man ja nur Spechteln mit Bungee - Jumping verbinden, dann klappt das auch mit dem verkehrten Einblick, wenn auch nur für einen kurzen Moment... Und die Gummibandlänge muß man vorher auf zwei Nanometer genau ablängen sonst Beule am Kopf
    Eine neue Extremsportart sozusagen..
    Hab ja geschrieben, nur für horizontnahe Beobachtung.
    Wenn das der olle Isaak gewußt hätte, was man mit seiner Erfindung so alles anstellt.
    Gruß
    Felix

    hallo nochmal


    man kann ganz auf Umkehrprismen etc. verzichten, wenn man sich mit dem Rücken zum Objekt aufstellt und mit Kopf richtung Hauptspiegel in den nach oben gerichteten Okularauszug blickt (natürlich mit Oku) - das Bild ist dann aufrecht und seitenrichtig.
    Macht nur Sinn bei horizontnaher Beobachtung. Die Haltung ist auch noch nicht so bedenklich.


    Viel Spaß beim Rehe kucken.
    Felix

    hallo
    Ich hatte leider nicht viel Zeit zum checken.
    Am Freitag probierte ich draußen herum und stellte ein paar interessante Dinge fest.
    Erstens: Die Bilder sind immer seitenrichtig - das heißt wenn das Bild gerade einigermaßen aufrecht steht, kann man die Schrift (ein Schild mit den Wasserschiebern, Abzweigern etc.) lesen. Das heißt, daß ein Newton das Bild wie erwartet nicht spiegelt sondern nur rotiert.
    Wie weit sich das Bild dreht, hängt tatsächlich von der Einblicklage ab.
    Liegt der Okularauszug waagrecht, dann ist das Bild genau auf dem Kopf. Ein dann eingefügtes Amiciprisma, nach oben gerichtet, liefert dann ein aufrecht -seitenrichtiges Bild. Ist der Okularauszug 45° nach oben gerichtet, muß man den Kopf halb zum Objekt hindrehen (ohne Amici) und mit 90°Amici wird es schon arg sportlich zum reinschauen.
    Ein 45°Amici wäre zwar bequemer, man muß es dann aber halb nach hinten drehen.
    Der Witz: Dreht man es gleich nach hinten (Richtung Hauptspiegel) ist es egal, wie der Okularauszug liegt, wenn man mit dem Kopf richtung Objekt schaut, ist das Bild immer richtig. Das geht, wenn man Prisma und Okular weit genug vom Tubus wegbekommt.
    Es gibt auch eine Einblicklage, bei der man ohne Prisma oder sonstigen Umkehrsatz aufrechte Bilder bekommt: Okularauszug waagrecht, man stellt sich auf die andere Seite des Tubus und beugt sich so um den Tubus herum, daß man das Okular erreicht. Anmut und Grazie fallen mir bei dieser Körperhaltung ein. Und das Genickausrenken kommt billiger.
    Eine Sache hat mich aber überrascht: dreht man das Prisma nach vorne, wie man es bei Binonewtons macht, dreht sich das Bild zweimal, wenn man den Newton einmal dreht. Das heißt, daß ein Binonewton mit Amici immer mit Okularauszügen genau gegeneinander gebaut werden müssen und der Fangspiegelkorb nicht gedreht werden kann. Das hat mich ziemlich ins Grübeln gebracht. Offensichtlich wird das Bild sowohl durch den Newton als auch durch das sich drehende Amici gedreht - die Drehungen addieren sich. Beim Okularauszug nach hinten gleichen sich die Drehungen aus und das Bild bleibt stehen.
    Resumee´: hat man vor, öfters terrestrisch zu beobachten, ist der Newton nicht das optimale Gerät. Da sind Teleskoipe mit Fokus hinten einfach besser. Hat man aber nix anderes, geht es auch mit Newton wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Das Gerät sollte in den Rohrschellen drehbar sein, es sollte hoch genug stehen, bei Amici braucht man Barlow und mittags wird man wegen Luftflimmern nicht viel sehen.


    Klare Nächte und Hals- und Beinbruch wünscht Felix

    Hallo
    Ich denke, wir sollten im Sinne des Threadstarters klarstellen, ob und wenn wie Bildaufrichtung am Newton möglich ist.
    Dazu muß man wissen, wie die Bildorientierung am Newton ist. Sie ist - genau wie bei jedem anderen astronomischen Fernrohr außer dem Gregory kopfstehend. Dabei ist links und rechts gegenüber oben und unten nicht vertauscht - man kann also, wie piu 50 erwähnt, normale Sternkarten verwenden.
    Daß das Bild dabei je nach Lage des Okularauszugs etwas seitwerts liegen kann ist schon klar aber das kann mann noch leicht durch die Kopfhaltung ausgleichen.
    Mit Amiciprisma ist das Bild mit Sicherheit aufrecht und seitenrichtig - genau so wie bei einem Porro oder Linsenumkehrsatz.
    Bei einem 90° Dachkantprisma muß man den Okularauszug waagrecht oder schräg nach unten legen sonst kommt man nicht mehr richtig ans Okular.
    Und bei Verwendung von Prismen am Newton muß man (ähnlich wie bei einem Binokulartubus) die Schnittweite verlängern zB mit Barlow oder Glaswegkorrektor.
    Ich selber bastel da gern ziemlich hemmungslos herum - zB Okularprojektion plus Binotubus von einem Mikroskop das gibt auch aufrechte und seitenrichtige Bilder.
    Mir ist das mit der Bildorientierung wichtig, weil ich bei seitenvertauschten Bildern Schwierigkeiten hab mir eine Konstellation einzuprägen.


    Beste Grüße und klare nächte wünscht
    Felix

    hallo Leute, bin neu hier


    Leider muß ich Herrn Rohr wiedersprechen. Ein Newton hat zwei Spiegel und bildet wie alle Teleskope astronomisch ab - also das Bild um 180 um die Sichtachse gedreht. Mit einem Amici (Dachkant)prisma könnte man theoretisch das Bild komplett aufrichten - also aufrecht /seitenrichtig. Dachkantprismen haben ja auch zwei Reflexflächen. Leider reicht dabei meist der Lichtweg nicht aus. Aber es gibt einen Trick: man steckt erst eine Barlowlinse in den Auszug, dann das Amici - meist läßt sich das Gerät dann scharfstellen. Der linsenumkehrsatz von Vixen ist natürlich auch eine Lösung.


    beste Grüße
    Felix