Beiträge von tgd16

    Hallo Rudi,


    Du hast ja einen richtigen Optikbasteldrang! Herzlichen Glückwunsch nun zum Astifreien Objektiv!


    Wenn die Sterne so scharf und schön sind, weswegen dann nochmal ran? Mein erster Spiegel war falsch korrigiert (unterkorrigiert); ich hatte dann das Problem, dass ich gar keine klare Schärfe im Fokus bekam. Erst als ich diesen Spiegel abblendete war die Schärfe brauchbar und somit bewiesen, dass die Korrektur fehlerhaft war (er ging an den Hersteller zurück).


    Also, wenn die Sterne nicht fransig sind und Beugungsringe zeigen... lass es so. Die Vergrößerungsleistung ist ja eh schon perfekt! Könnte das Fransenproblem auch mit dem Seeing (evtl. auch im Tubus) zu tun haben?


    Viel Spaß mit dem Neuen Scope!


    Thomas

    Hallo Rudi,


    ich ziehe und schubse einen Dobson 400/1800. Diesen setze ich bislang nur auf der Terrasse ein. Die Größe entspringt weniger "vernünftigen" Überlegungen, als vielmehr einer Optikbegeisterung...An diesem Teil habe ich selbst viel gewerkelt. Die Grundkonstruktion stammt von Dieter Martini. Für mich angepasst habe ich ihn nach Kriege.



    Ich habe noch einen kleinen GSO Dobs 200/1200 von 2001 für den schnellen Aufbau. Da ich meine Finger nicht von den Linsen lassen kann, beschäftige ich mich gerade mit einem 100/740 auf einer HEQ5 und versuche Erfahrungen mit parallaktischen Montierungen zu sammeln.


    Die Kugel aus Stahl/Alu...warum nicht? Hast Du irgendwo gelesen, ob der Portaball geschützt ist?


    Viele Grüße


    Thomas

    Hallo,


    mich interessiert wie Ihr vorhandene Luftunruhe (Seeing) bewertet. Ab wann baut Ihr das "große" Equipment auf, bzw. zieht in die Dunkelheit (beides ist ja mit Aufwand verbunden)?

    Klassifiziert Ihr die Luftunruhe, und wenn ja, nach welcher Skala?


    Viele perfekte Beobachtungsnächte wünscht


    Thomas

    Hallo Rudi,


    wenn Du wirklich verkaufen willst, überlege ich schon mal einen Teil meines Sparbuches zu reservieren :love: !


    Warum? Ich denke der Zambuto Spiegel hat eine super Qualität, auch nach den 14 Jahren könnte man ihn immer noch neu beschichten (falls überhaupt notwendig).


    Nachdem ich mal einen Gurken-Spiegel hatte, und nun einen Spiegel von Alluna, der dem Zambuto das Wasser reichen kann, weiß ich, dass der Unterschied Welten bedeutet! Ich denke Dein Teleskop hat wirklich beides: Erstklassige Optik und eine innovative Montierung!


    Mein Appell: Gib ihn nicht her, vielleicht bereust Du es! Überlege lieber wie Du die hoffentlich nur vermuteten aufkommenden Hindernisse überwindest.


    Viele Grüße und ein bisschen Neid (... zur innovativen Montierung)


    Thomas

    Hallo Rudi,


    herzlichen Dank für Deine Mühe, die vielen weiterführenden Informationen und die Bilder! Mich verwundert, dass keine anderen Firmen diese Idee aufgreifen. Oder ist diese Idee patentiert?


    Das große Thema dieser Konstruktion ist vermutlich der Ball. Diesen entsprechend zu produzieren scheint mir der Knackpunkt zu sein, weswegen die meisten Dobson Freunde, welche auf eine Codierung der Achsen verzichten können oder möchten, einen herkömmlichen Selbstbau vorziehen.


    Denke lieber nicht an das Verkaufen. Wenn der Portaball "stationär" im Schwarzwald steht ist das doch super! Wenn es leichter werden soll hast Du, wenn Du möchtest, Spielmöglichkeiten, wie z.B. einen dünneren "schnelleren" Spiegel, kürzen der Stangen und evtl. entfernen von etwas Bleigewicht. Das wären natürlich schon heftige Eingriffe...

    Das eine oder andere Bild in den Quellen zeigt auch so eine Art Schubkarre um das gesamte Scope zu transportieren. So etwas habe ich mir auch für den Dobson gebaut, da mir das Unterteil ohne Rockerbox mit 27kg zu schwer ist.


    Der Portaball ist meiner Einschätzung nach die intuitivste Weiterentwicklung im Fernrohrbau (für Amateure) seit dem Dobson. Ich glaube da hast Du zum 50sten eine sehr gute Entscheidung getroffen!


    Viele Grüße,


    Thomas

    Hallo Rudi,


    auf Deiner Internet-Seite erwähnst Du Deinen Portaball Dobson. Das ist ja ein interessantes, geniales Gerät! So viel findet man bei einer Internetrecherche gar nicht... deswegen frage ich mal direkt:


    - aus welchem Material ist denn der "Ball"?

    - gibt es keine Ruckler bei der Nachführung?

    - wie es das mit dem Gleichgewicht? Sind schwere Okulare ein Thema für Gegengewichte?

    - hättest Du keine Lust ein paar Bilder in einem Album zu veröffentlichen?


    Viele Grüße


    Thomas

    Hallo Nielz,


    zwei Bilder unbearbeitet aus der Kamera, habe ich in meiner Galerie, hier im Forum, hinterlegt. Das eine hat etwas mehr Belichtung als das andere...


    ich glaube nicht, dass es "eine weltweite Luftverschmutzung", die sich in roten Sonnenuntergängen offenbart, gibt. Die Klimakiller unserer Zeit siehst Du nicht und riechst Du nicht...

    Ich meinte tatsächlich "unschuldigen" Staub in der Atmosphäre durch Vulkane, Wüstenwinde, etc...


    ...und die Atmosphäre bricht verschiedene Wellenlängen auch unterschiedlich, wie ein Prisma: die roten (langen) Wellenlängen weniger stark als die blauen (kurzen). D.h. je tiefer das Objekt steht, desto besser erreichen den Beobachter die langen Wellenlängen = rot.


    Viele bunte Grüße:)


    Thomas

    Hallo Nielz,


    herzlich willkommen im Forum!


    Als Profi möchte ich mich nicht bezeichnen, aber dennoch meine Meinung zu Deinen Fragen:


    1. Ich hatte eine recht lange Astronomiepause und mich früher eher nicht auf totale Mondfinsternisse konzentriert (oder sie waren seltener). Ich fand die Mondfarbe in der totalen Phase schön rötlich. Gerade habe ich mir meine NEF Dateien angeschaut und stelle fest, dass diese sehr deutlich rötlich sind. Bei der Entwicklung dieser Rohdateien habe ich keine Farbe in Richtung rot verschoben.


    2. leider nein


    3. Mir ist der Begriff auch erst wenige Jahre bekannt. Früher habe ich ihn nicht wahrgenommen oder überlesen. Aber zu dieser Zeit hat man bei uns auch noch nicht Helloween gefeiert.


    Die Intensität der Rotfärbung ist ja eine Streulichterscheinung der Erdatmosphäre. Je mehr Staub, evtl. Feuchtigkeit (Vulkane, etc) in der Luft umso intensiver vermute ich das Rot (ähnlich beim Sonnenauf-/ untergang). Wahrscheinlich kommt es auch noch darauf an wie weit der Mond in den Erdkernschatten eintaucht.


    Letztlich ist für mich die Farbe "subjektiv", sofern sie nicht als "Farbort" gemessen wird. Ob sich diese Mühe jemand macht?


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo,


    in der Vergangenheit, ohne Zugriff auf elektronische Medien, habe ich ein Beobachtungsbuch geführt, das heute noch auf dem Dachboden schlummert und manchmal durchgeblättert wird (siehe beiliegende Bilder). Nun, etliche Jahre im Dornröschenschlaf, habe ich 2018 mein altes Hobby wachgeküsst.:) Der Drang das Gesehene zu notieren ist aber auch erwacht... Schöne Notizbücher gibt es zu hauf! Ich versuche gerade mich parallel zu betätigen, visuell und photographisch und habe begonnen ein X17 Notizbuch für 2019 zu befüllen.

    Welche Medien/ Unterlagen/ Werkzeuge nutzt Ihr um das Gesehene festzuhalten?

    Viele Grüße

    Thomas



     

    Hallo Rudi,


    bei uns ist es kalt und es schneit... das hat leider nichts mit klaren Nächten zu tun.

    Deine Internet-Seite ist wirklich super, also keine falsche Bescheidenheit! Wenn Du den Objektivvergleich hast, interessiert es mich was Du herausfindest! Bitte berichte!


    Im Forum ist es ja ziemlich ruhig, sind wir drei im Moment die einzigen die sich hier austauschen? Was machen denn die Leser des Forums so während der trüben Zeit?

    --> siehe neues Thema.


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Detlev,


    gute Besserung! Das Bett ist hierfür der ziemlich beste Ort.

    Im Moment ist hier bei uns noch alles ziemlich trüb. Mal sehen, ob man zur Weckzeit um 5.45 Uhr etwas sehen kann. Ich lege mal Kamera und Stativ parat...


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Rudi,


    ja Du hast recht, das beschriebene Fehlerbild weist auf einen Astigmatismus hin und bei einem Spiegel sucht man auch sofort nach der Lagerung/Fixierung/Fassung des Fangspiegels etc. Bei der Linse kann das natürlich auch sein und ich kenne Dein Objektiv nicht. Ich wollte eine zusätzliche und mögliche andere Ursachen"richtung" ins Spiel bringen.


    Ich habe mal eine nicht maßstäbliche Skizze eines Keilfehlers angefertigt. Das Beispiel bezieht sich nur auf die erste Sphäre. Der grüne Radius r1 liegt exakt auf der optischen Achse und führt zu exakt gleichstarken Abständen des Luftspaltes wenn am Mantel der Linse gefasst wird (ideal). Der gleiche rote Radius r1' ist im Mittelpunkt um einige Millimeter von der optischen Achse entfernt.


    Angenommen diese Linse wurde also falsch mechanisch "zentriert" (Randbearbeitung), dann wird sie, mit gleichem Abstand am Luftspalt, so in der mechanischen Fassung sitzen, dass sie sich verspannen muss, da sie mechanisch einseitig an einer Fassung anliegt (hier 1. Sphäre liegt nicht ringförmig an Fassung an).


    Um festzustellen, ob tatsächlich ein Keilfehler vorliegt, benötigst Du einen gleichmäßigen Spalt zwischen den beiden Linsen (stelle Dir vor, dass die Luft wie eine zusätzliche Linse wirkt, die auch schön symmetrisch sein muss, also ein zusätzliches optisches Element ist). Ist diese Gleichmäßigkeit erreicht, erst dann schaue nach den Newtonschen Ringen. Nun verschiebe die Linsen (ohne Fassung) so gegeneinander, dass diese Interferenzen zentrisch bleiben und Du eine ringsum gleiche Randhöhe erreichst (das ist sehr schwierig, evtl Messuhr mit Ständer verwenden?).


    Wenn Du nun einen deutlichen Versatz der Mantelflächen der Linsen hast, ist das aus meiner Sicht der Nachweis für einen Keilfehler im System. Interessant wäre das System nun so zu fixieren und einen Sterntest durchzuführen. So richtig praktikabel ist es leider nicht.


    Die Mantelflächen der Linsen sollten zunächst immer zweitrangig sein! Da aber die Mechanik oft das System bestimmt, wird die Optik in eine Zwangslage gebracht.

    Wenn dem so ist, ist das Objektiv, weil es ja doch in eine Fassung muss, leider nur bedingt und mit Kompromissen zu gebrauchen. Frei nach Demming: Quality at the source - erst die Linse optisch perfekt, danach mechanisch perfekt, und erst dann das Linsensystem.

    (Jede Linse hat einen mehr oder weniger großen Keilfehler vor ihrer Zentrierung. Bei fester Verkittung werden beide Linsen so ausgerichtet, dass ein Lichtstrahl beim Drehen des Systems ohne zu taumeln durchgeht. Dann wird die Kittung fixiert - z.B. mit UV Licht - danach die mechanische Bearbeitung der überstehenden Ränder. Bei einem Luftspalt-Achromaten geht das nicht. Oft sind die Fassungen im Durchmesser größer und es wird mit Randplättchen am Linsenmantel gearbeitet.)


    Oh je, ich hoffe das ist einigermaßen verständlich. Wie gesagt es muss aber nicht zutreffen!


    Viele Grüße


    Thomas