Posts by tgd16

    Hallo Hans-Ulrich,


    das sind großartige Aufnahmen. Gratulation!


    Ich habe diese Mofi verschlafen, weil ich mich echt nicht aufraffen konnte. Deswegen: Herzlichen Dank für Deine Bilder!


    Viele Grüße,

    Thomas

    Hallo Rudi,


    ich gebe mal meine persönliche Erklärung der Aberrationen wider:


    Die sphärische Aberration beschreibt für eine Wellenlänge die Eigenschaft, dass bei einer Sphäre (egal ob Spiegel oder Linse) ein zur optischen Achse paralleler Lichteinfall in verschiedenen Höhen verschiedene Brennweiten aufweist. Das ist die sogenannte Kaustik, ein Ergebnis der sphärischen Aberration. Beim Spiegel reagiert man mit dem Parabolisieren, bei der Linse mit einem "Gegenelement", meist ein Flintglas mit negativer Brennweite. Das heißt, dieser Fehler ist zunächst nur von dem Abstand des einfallenden Strahls von der optischen Achse abhängig.


    Die chromatische Aberration berücksichtigt für ihre Definition zunächst mal nicht den Abstand des einfallenden Strahls von der Achse, ist aber sehr wohl in ihrer Stärke davon abhängig. Sie beschreibt die unangenehme Eigenschaft des Glases, als optisch dichteres Medium denn Luft, verschiedene Wellenlängen, verschieden stark abzubremsen. Das hat zur Folge, das ein einzelner Lichtstrahl in seine spektralen Bestandteile zerlegt wird. Je weiter außen der z.B. achsparallele Strahl auf die Linse trifft, desto stärker wird der auffächernde Effekt. Das ist erklärbar, wenn mann sich die Linse nicht sphärisch, sondern lokal als lauter Prismen vorstellt.


    Nun gibt es aber in der Regel bei den Naturbeobachtungen kein monochromatisches Licht. Und so sind beide Aberrationen nicht zu trennen. Aus meiner Sicht muss der Linsenabstand eines Refraktorobjektives beide Aberrationen beeinflussen. Mit dem Linsenabstand ändert sich auch der Laufweg des Lichtes in der "Luftlinse" und so treffen die aufgefächerten Strahlen, je nach Linsenabstand auf untererschiedliche Höhen, haben damit unterschiedliche Einfallswinkel und somit unterschiedliche Brennweiten.


    Das ist meine persönliche Erklärung der Abhängigkeit...aber: ich kann mir gut vorstellen, dass die Abstandsänderung viel stärker die sphärische Aberration beeinflusst als die chromatische Aberration. Dies würde auch Deine Wahrnehmung begründen. Wenn Du nach einer "Verschlechterung" der chromatischen Aberration suchst, probiere es mit Sterne am Rand. Im achsnahen Bildbereich hat die sphärische Aberration das Sagen (achsparallel Strahlen). Der Randbereich des Bildes wird durch parallele Strahlenbündel, die schief auf die Linse treffen, gebildet. Hier müsste dann die chromatische Aberration stärker zu beobachten sein.


    Aber was soll's. In der Regel konzentrieren wir uns doch eh auf das Objekt in der Bildmitte... :)


    Viel Spaß im Schwarzwald mit Deinem Spiegel, der sicherlich keine Chromasie erzeugt.


    Thomas

    Hallo Rudi,


    ich staune echt über Deine Erkenntnisse. Wahnsinn der Abstandsunterschied! Wollte man da an der Fassungtiefe sparen? Oder ist es nur Nachlässigkeit...


    Ich freue mich über Deinen Erfolg. Gratulation!


    Viele Grüße, Thomas

    Hallo Hans-Ulrich,


    ja das stimmt, die Sonne steht um diese Zeit im Norden nicht sehr tief unter dem Horizont. Denkst Du, dass es sich um eine normale Bewölkung handelte? Ich habe diese Erscheinung in den nächsten Tagen nicht mehr beobachtet; die Wolken sahen da immer deutlich nach Wolken in der Dämmerung aus (eher tiefstehende Wolken).


    Viele Grüße, Thomas

    Zitat:

    "[Wenn die beiden Linsen die gleiche Brennweite hätten, könnte ich auch noch die untere, konkave Linse des Objektivs austauschen (die untere, weil ich sehr stark vermute daß es die obere, bikonvexe Linse im alten Objektiv ist, die den Asti hat). ... ... Aber das neue Objektiv hat 900 mm Brennweite, ... und das alte 920 mm. ... ... Da stellt sich dann auch noch die Frage, wie die Gesamt-Brennweite eines Achromaten zustande kommt; ... ... weil die beiden Linsen des Achromaten haben ja (sicherlich) unterschiedliche Brennweiten (Krümmungsradien) ||:cursing:;(!]"


    Wie die Gesamtbrennweite zustande kommt? Eine Konvexe (Sammel) Linse sorgt für eine konvergentes Strahlenbündel, die konkave (zertreuende) Linse für ein divergendes Strahlenbündel. Um dies zu vereinfachen arbeitet der Optikrechner mit Hauptebenen, welche das System darstellen. Stark sammelnd und schwach zerstreund ergibt also eine mittleres sammelndes System.

    ...Mein Beitrag zur Unterhaltung :)


    Thomas

    Hallo Rudi,


    mein Refraktor "klebt" immer noch im Nordzimmer und hat den Weg in den Garten (nach Süden) noch nicht gefunden... Ursprünglich dachte ich so ein Refraktor ist schön transportabel. Aber bis das ganze Zeugs eingenordet ist und die Käbelchen richtig liegen, da lob ich mir doch den, wenn auch schweren, Dobson.


    Ich schau mal nach den "Sternsplitter", mit dem Refraktor, das kann aber dauern... :-)


    Guten Nacht!


    Thomas

    Hallo Nachtschwärmer,


    in den weißen Nächten schaue ich nur gelegentlich in Richtung Norden. Am 20.06.2019 habe ich mich über die späte Dämmerung gewundert. Gestern schaute ich genauer hin. Eine Dämmerung um 23.30 Uhr im Norden? Ich griff zur Kamera, das Stativ zu holen, war mir aber zu mühevoll (gähn…)


    Bild anbei, ISO 8000, NEF(RAW), nur glättet. Der Stern im rechten Drittel ist Kapella.


    Über Nachtleuchtende Wolken habe ich schon etwas gehört, gesehen noch keine. Was mich beunruhigt sind verschiedene Artikel in diversen Puplikationen.


    Die einen reden von verglühten Meteoren als Rekristalisationskeime:


    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtende_Nachtwolke

    Quelle: https://www.meteoros.de/themen/nlc/


    Andere von einer Zunahme von Methan und CO2 in der Atmosphäre. Hinzu kommt hier, dass dieses Phänomen erst seit 1885 nach einem Vulkanausbruch beobachtet wurde (?)

    Quelle: https://sonnen-sturm.info/leuc…e-nachtwolken-steckt-4460


    So richtig wohlgefühlt – trotz aller Faszination - habe ich mich bei dieser Beobachtung nicht.


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Rudi,


    interessante Erscheinung, leicht herzförmig ...? Ist das so, oder ein Fehler bei der Skizzierung?


    Wenn diese Herzförmigkeit gegeben ist, hast Du einen prima Anhaltspunkt. Dreht sich das Herz mit, wenn Du nur das Objektiv, nur den Tubus, nur den Okularauszug, nur das Prisma oder nur das Okular drehst? Wenn, je nach dem welches Bauteil gedreht wird, das Herz sich mitdreht, hast Du den Übeltäter identifiziert.


    Ansonsten bin ich bei Detlev: Hast Du eine Idee...probier sie aus! ... und lass es uns wissen!


    Viele Grüße


    Thomas

    Guten Abend,


    hat denn niemand eine konkrete Erfahrung?


    Leider reagiert auch der eine oder andere Angefragte Umbauer nicht so schnell auf meine Anfrage,


    @ Rudi: Bei dem Preis von Optic Macario kann ich mir ja zwei "Gelegenheiten" leisten...


    Aber um nicht ungerecht zu sein: Dieser bietet einen Umbau an, mit dem man auch noch bei einer Standardanwendung scharf stellen kann. Das neckische bei der Entfernung des Filters ist nämlich die nunmehr fehlende parallele Verschiebung des Fokuspunktes durch eine planparallele Platte (Filter haben eben ihre Tücken).

    Meinem Fernrohr macht das nichts aus. Das kann nahezu beliebig intra- und extrafokale Stellungen abbilden.

    Ein Fotoobjektiv ist allerdings in seiner Fokuseinstellung begrenzt. Und so kommt es, dass die Damen und Herren Umbauer eine Planscheibe einsetzen, um wieder in den Standardfokus zu kommen. Das ist natürlcih teuerer als das bloße Entfernen des Infrarotfilters (andererseits ist die Kamera zu nichts anderem mehr brauchbar, als ihr Dasein hinter dem Fernrohr zu fristen...)


    Naja, dann riskier ich mal ein paar Euronen...


    Gute Nacht


    Thomas

    Hallo Rudi,


    eine dauerhafte MESZ: das kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube auch die Entscheider wissen das... Und wenn so entschieden würde, dann ist der Bestand dieser Regelung sicherlich von kurzer Dauer.


    Heute ist super klar draußen: 5/5 bei Meteoblue - aber bei mir stehen morgen wichtige Projektgespräche an, und so muss ich schauen, dass mein Schlaf nicht zu kurz kommt...


    Vieleicht berichtet ja jemand über diese schöne Nacht?


    Gute Nacht


    Thomas

    Hallo Detlev,


    wenn Du so ein Dreieck gesehen hast, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass mit Deiner neuen Konstruktion diese Erscheinung noch vorhanden ist. Das kann man nicht hinschleifen, denke ich.

    Sollte Dein OAZ nicht genügend Weg haben, ziehe die Ausnutzung des Spiegeldurchmessers durch Deinen Fangspiegel in Betracht. Mit "mynewton" kannst Du die Ausleuchtungsverhältnisse schön nachvollziehen. Evtl. lohnt es eher den Hauptspiegel zurückzusetzen, anstelle den OAZ zu erhöhen.


    Klare Nächte wünscht


    Thomas

    Hallo Rudi,


    mir ist Optisches und Mechanisches eher vertraut. Vor Leiterplatten und Elektronik habe ich allen Respekt... und meine Erfahrungen reichen gerade mal bis zum Tastaturtausch am Laptop...

    Wenn ich die Web-Anleitungen richtig interpretiere, müssen zuerst allerlei Leiterplattenanschlüsse entfernt werden. Mann, das ist doch recht fummelig...


    Durch eine Optik sehe ich immer irgendetwas und ein Gewinde kann man nachschneiden. Aber eine Kamera, die sich nach meinem Eingriff nicht mehr einschalten lässt? Da finde ich wahrscheinlich nie mehr den Fehler!


    Ich tanz mal noch eine zeitlang um dieses Thema.


    Danke für Deinen Zuspruch!


    Thomas

    Hallo liebe Sternfreunde,


    mir fiel eine günstige und gebrauchte Nikon D5200 in die Hände;)

    Nun frage ich mich, ob es Sinn macht, den Infrarotfilter vor dem Chip auszubauen um mehr Wasserstoffleuchten einzufangen. Hat das schon mal jemand von Euch selbst gemacht, so eine Astromodifikation? Im Netz gibt es ja für fast jede DSLR eine solche Anleitung. Den Body nutze ich außer für Astroaufnahmen am Teleskop für keinen anderen Zweck. Eine Kompensation des Lichtweges (i.d.R. mit einer Klarglasscheibe) würde ich somit nicht benötigen. Bislang hängt hinter dem Teleskop eine D7200 ... und die manipuliere ich sicherlich nicht, sonst wird das mit den Urlaubsfotos nichts mehr :saint:

    Bin mir nicht sicher, ob ich mich trauen soll...


    Viele Grüße,

    Thomas

    Hallo Rudi,


    was richtig ist, ist relativ (100 Jahre Lichtablenkung = Einstein hatte recht... und was hat er jetzt davon?).

    Was gut ist, das ist für Dich und mich, jetzt und hier, wichtig. Und egal ob extra- und intrafokales Bild unterschiedlich sind... Gut ist = für Dich wichtig, dass die Sternabbildungen im Fokus Dich zufriedenstellen.


    Viele Spaß mit Deinem visuell super scharfen Refraktor!


    Viele Grüße


    Thomas

    Hallo Detlev,


    ich komme spät zu dem Beitrag hinzu, möglicherweise überschneiden sich einige der Anmerkungen...


    Das mit der Platte finde ich eine gute Idee! Diese Lagerung nur am Rand eines 200mm Spiegels kann sicherlich Probleme verursachen. Ich halte die Lösung von Kriege/Berry hier sinnvoll: eine Multiplex Ringscheibe und den Hauptspiegel mit 3 Plops Silikon befestigt. In "The Dobsonian Telescope" ab Seite 349 beschrieben. Kriege/Berry schreibt: "Für Spiegel unter 10 Zoll gibt es nur eine geringe Gefahr, dass der Spiegel sich unter seinem eigenen Gewicht verbiegt". Schlägt dann vor, den Spiegel auf einer gleich großen Holzscheibe zu verkleben (3 Silikon Plops). Das ist aber schon ein größerer Umbau...


    Die Frage, wie Du die 6 Punkt Lagerung auf eine Höhe bekommst? Ich denke der Trick dabei ist, nicht 6 statische Punkte zu haben, sondern je 2 Punkte in einen Punkt zu überführen, dann hast Du 3 Punkte und die sind wieder stabil. Zumindest sind so die Multipunktlagerungen aufgebaut.

    Ich begnüge mich bei bei meinem 40 cm Spiegel mit einer 9 Punkt Lagerung. Da werden je 3 Punkte in einen überführt. Den Rand fange ich mit einer Schlaufe, die ich aus einem Zurrgurtband hergestellt habe. Damit der Spiegel nicht herausfallen kann, habe ich Absturzsicherungen, die aber mindestens 1 mm Abstand von der Oberfläche des Spiegels haben.


    Die L Stücke die den Hauptspiegel gegen Herausfallen sichern sollen, die habe ich bei meinem GSO 200/1200 als "Feind" der Abbildung gefunden. Man ist geneigt diese "anzulegen" . Hier bitte ausreichend Luft lassen. Diese verspannen den Spiegel garantiert!


    Wenn Dein Hauptspiegel sich nun in der Fassung bewegen lässt, dann ist da keine Notwendigkeit diese zu vergrößern.


    Dein Fangspiegel scheint sinnvoll verklebt zu sein, da gibt es wahrscheinlich keine andere Wahl als einen mittigen Silikon Klebepunkt... Kritisch wäre es, wenn mehrere kleine Silikonpunkte aufgebracht wären. Dann entfernen und mit drei Punkten verkleben.


    Velour im Tubus= unbedingt. Prüfe auch, ob der Tubus (Richtung Sterne) ausreichend lang ist. Unter Umständen hilft eine Blende am Tubus gegenüber dem OAZ.


    Ich gebe hier auch gerne Rudi recht: Die Okulare stehen am Schluss (wobei ich die Ethos wirklich mag), aber ein dunkler Himmel mit einem nicht gut abgestimmten Teleskop (bin selbst leidgeprüft) ist gewiss nicht hilfreich!


    Somit bin ich sehr zuversichtlich, dass Du aus dem guten Kauf und mit Deinen geplanten Optimierungen ein hervorragendes Teleskop erhälst!


    Viele Grüße


    Thomas

    [Hallo Rudi, ja in Pezenas war ich auch, es ist eine wunderbare Gegend! Ich war mit der Familie 2014 dort: Beziers, Rouquebrun, Carcassone, Nimes... 8)]


    Die Abstandsänderungen sind ja einigermaßen gefahrlos und können rückgebaut werden. Ich bin gespannt was Du dabei herausfindest!


    Viele Grüße,

    Thomas