Posts by tgd16

    Hallo,


    ich stelle die Frage im Anfängerforum, weil ich zum Thema Scharfstellen für eine Astroaufnahme auch einer bin:


    Ich las von einer einfachen Scharfstell-Hilfe die vor die Teleskopöffnung zu plazieren ist. Eine Scheiner- oder Hartmannblende besteht grob gesagt aus 2 bis n Löcher in einer Abdeckung vor der Öffnung, die im nicht fokussierten Zustand (heller Stern vorausgesetzt) 2 bis n Bilder erzeugt. Im idealen Fokus erscheint dann nur eine Abbildung des Sterns.

    Im Netz gibt es viele Beispiele an Muster (immer in Konkurenz zur Bahtinov Maske). Nun möchte ich mir eine solche Blende für meine 16 Zoll Dobson selbst herstellen und bevor ich zur Schere greife, obsiegt meine Neugierde, ob ihr Erfahrungen zum Muster und zur Dimensionierung der Löcher habt? Welches Muster lässt sich gut handhaben?


    Andernfalls bleibt mir nur die Probe...


    Viele Grüße


    Thomas

    Unterkorrigiert/ Überkorrigiert...und wie Okulare dazu reagieren...

    Mein erster Spiegel war unterkorrigiert und da gab es am Jupiter fast doppelte Konturen. Jetzt habe ich einen von Alluna - ja lange darauf gespart - aber der macht einfach Spaß, da für mich perfekt. Ich beobachte auch schon mal nicht "ausgekühlt". Und die Ethos machen mir auch Spaß, da ich eben einen Dobson habe und den von Hand nachschubsen darf. Meine Pentax XL/XW gebe ich deswegen nicht her...

    Letztlich halte ich es mit Fraunhofer: durchschauen...

    Ich finde Deinen Beitrag neugierig-humorvoll, und nicht verbissen

    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Rudi,


    also da braucht man schon eine Weile -trotz der Lösung- dieses Thema nachzuvollziehen. Mir erscheint das logisch. Wenn ich richtig mitgedacht habe, gilt die Faustformel aber tatsächlich nur für "übliche Standardbrennweiten". Wären diese extrem in die eine oder andere Richtung verschoben, würden viel mehr oder viel weniger Dreiecke in den Fernrohrbrennweitenkreis passen? Es gibt also ein optimales Verhältnis von Okular- zu Fernrohrbrennweite (6/360 oder 1/60) damit diese 1° Gesichtsfeld bei 60° Okukaren passt. Somit wäre die Forderung bei einem f=25mm/ 60° Okular eine Fernrohrbrennweite von 25*60 = 1.500 mm. Das passt nach Deiner Tabelle auch.

    Respekt!

    Grüße, Thomas

    Hallo,

    am vergangenen Samstag hatte ich mal Lust zu experimentieren und packte das iPhone hinter mein Okular. Das Seeing war nicht so toll und Jupiter nicht sehr hoch am Himmel. Ich nahm einfach mal ein paar Fotos hintereinander (keine Nachführung) mit "visuell" angepasster Belichtung auf und habe diese Aufnahmen (ca. 20 St.) in Giotto aufsummiert. Danach in Photoshop Elements etwas bearbeitet: den Blaurand entfernt, den Kontrast erhöht, Farbe verstärkt.



    Das Foto gibt in den Details ungefähr den visuellen Eindruck bei V= 400 fach wider. Die Farben sah ich visuell so jedoch nicht...

    Wenn ich mir vorstelle, dass eine gutes Seeing herrscht, dann geht hier sicherlich noch mehr.


    CS, Thomas

    Hallo Dieter,


    als Anfänger sich an die theoretischen Grenzen eines Teleskopes zu wagen ist mehr als sportlich. Hier bitte nicht den Mut verlieren, ob des vielleicht zu engagierten Zieles.

    Ich bin auch erst im letzten Jahr wieder eingestiegen und habe mich wie ein Schneekönig gefreut, als ich zum ersten mal die Komponenten E und F des Orion Trapezes sah. E ist 4,6" von A entfernt. F ist 4,5" von C entfernt. Die Trennung konnte ich ab ca. 100 fach feststellen (bei guter Luftruhe). Die Helligkeitsunterschiede sind eher stark (AE 6,5/11, CF 5,1/11,5). Dafür stand mir aber ein 16 Zöller zur Verfügung. Ich finde 4" schon sehr eng!

    Halte Dich an die vorstehenden Ratschläge von Rudi und Detlev und probiere erstmal einige großzügigere Abstände, damit Du ein Gefühl für die Distanzen/ Überstrahlungen/ Vergrößerungen etc. bekommst.


    Viele Grüße und die Hoffnung auf baldigen klaren Nachthimmel


    Thomas

    Hallo Rudi,


    Deine Tabellen sind sehr wertvoll und zeigen die Fakten recht nüchtern!


    Ich glaube, hätte ich ein nachgeführtes Teleskop, hätte ich mich nicht für die Ethos entschieden. Kommend von Pentx XL/ XW aus vergangenen Jahren, habe ich mir nach meinem Neueinstieg in das Hobby eine kleine Reihe Ethos zugelegt.

    Grund war die Entscheidung für einen Dobson und da ist ein großes Gesichtsfeld, bei gleichzeitig hoher Vergrößerung, vorteilhaft. Und so gibt es zumindest für mich auch eine "gefühlte" Komponente, die ein Beobachten mit diesen Okularen zur Freude macht.

    Die Nachteile dieser wuchtigen Dinger darf man aber nicht verschweigen: So richtig toll wird der Anblick in Teleskopen mit entsprechendem Öffnungsverhältnis (bei mir f/4,3) erst mit einem Komakorrektor (z.B.Paracorr). Dann wiegt diese Okularkombination plötzlich 1,5 Kg, was einen vor Gleichgewichtsprobleme stellen kann.

    Ein Pentax XL40 befindet sich noch in meinem alten Okularkoffer.

    Nach Deinem Bericht werde ich bei nächster Gelegenheit nochmals bewusster überprüfen wie beide Okulare sich im Dobson verhalten (Etos21 --> FOV 1,02° bei 98 fach und XL40 FOV 1,2° bei 51 fach, mit Paracorr, Werte nach SkySafari)


    Viele Grüße,


    Thomas

    Hallo,


    wie Detlev schon berichtete, war es gestern und auch am Abend davor nach langer Zeit schön klar. Nach einer längeren Odysee mit meinem 16 Zöller, hatte dieser vorgestern mit dem neuen Spiegel sein First Light an M31.

    Gestern habe ich mir dann als Second Light M42 vorgenommen - ich weiß es sind Parade Objekte, aber nach langer Abstinenz genau der richtige Einstieg für mich...

    Das Trapez war wunderschön klar und die Komponenten E und F konnten bereits bei ca. 100 fach sehr gut getrennt werden. Nach G habe ich nicht gesucht, ich denke das ist zu anspruchsvoll. Am Nebel selbst waren schöne Strukturen erkennbar und, wenn ich es mir nicht einbilde, waren die Ränder des Nebels (nicht seine langen Ausläufer) etwas farbig (rötlich). Es würde mich interessieren, ob das eine normale Beobachtung ist, oder eher Einbildung.

    Meine Umgebung ist nicht gerade streulichtarm, aber durch die LEDs der Straße, habe ich den Eindruck, dass deutlich weniger Streulicht als früher unterwegs ist.

    An dieser Stelle vielleicht für den einen oder anderen hilfreich: Ich hatte die beiden Tage vorplanen können. Auf meteoblue gibt es einen Reiter mit "astronomical seeing". Dort kann man die Wolkenbildung in verschiedenen Schichten, den Jetstream, etc für drei Tage im voraus als Prognose studieren.

    Auch ich kann nur sagen: meine Beobachtungsstunden haben sich gelohnt!


    Thomas

    Hallo Günter,


    auch von mir ein Dank für das Video. Es macht richtig Spaß dem Treiben zuzuschauen!


    Hat jemand Erfahrung, ob die Lagerung des HS in einer Schlaufe deutliche Vorteile gegenüber Punkten oder kleinen Flächen am Spiegelmantel aufweist? Es könnte ja sein, dass J. Dobson diese Lagerung auch deswegen gewählt hat weil sie leicht einstellbar ist und natürlich keine Druckpunkte bringt. Aber sind diese Druckpunkte auf die Spiegelmantelfläche tatsächlich ungünstig, oder ist das nur im Labor feststellbar?


    Viele Grüße


    Thomas

    Hallo,


    ich bin neu hier im Forum und habe mich bei diesem älteren Beitrag angesprochen gefühlt. Eine hochwertige historische Optik kann ich nicht bieten. Aber als die Neugierde zu diesem Hobby geweckt war habe ich mir mein Taschengeld gespart und gespart und konnte mir schließlich das KOSMOS Schülerfernrohr für 180 DM leisten. Das war 1983. Ich habe es heute noch (Photo). Im Okularauszug steckt ein Huygens f20. In der Lehre (als Feinoptiker) habe ich mir dann eine Flori Montierung nach Anton Staus gebaut.
    Dann hat mich der Beruf und die Familie beansprucht und das Hobby schlief ein. Irgendwann, so um 2000 schaffte ich mir ein rotes Galaxy D8 an. Danach wieder eine neue berufliche Herausforderung und keine Zeit fürs Hobby.
    Im letzten Monat nahm ich schließlich einen Martini 16 Zoll in Empfang und genieße die Himmelsspaziergänge von der Terrasse aus. Zu diesem habe ich sicherlich einige Fragen an die Experten des Forums um Detailmodifkationen durchzuführen --> dazu melde ich einfach in den anderen Beiträgen.


    Viele Grüße, Thomas