Posts by Alois

    Hallo Hans-Ulrich,


    wenigstens auf unserem Forum hat der Winter auf das Allerschönste Einzug gehalten. Herrliche Stimmungsbilder, wenn schon der Himmel sich verweigert.


    Alois

    Hallo Wolfgang,


    wirklich interessante Ergebnisse. Wo bekommt man denn die Glasplättchen? Welcher Fehler entsteht eigentlich, wenn man nicht genau auf der Achse messen tut? Hast du mal ausprobiert, ob der PDI auch mit normalen Licht klappt, oder mit einer hellen Leuchtdiode?


    Alois

    Hallo Josef,


    selbst wenn dieses neue Scopos 90/600 den Ansprüchen eines APO's genügt, dann ist es trotzdem sehr schwer, die guten optischen Eigenschaften zu skalieren, d.h. mit größeren Objektivdurchmessern bei gleichem Öffnungsverhältnis zu bauen. Auch wird der Preis bei einem echten APO deutlich höher sein müssen. Auf dem Markt gibt es ja bereits sehr gute APO's die leider auch ihren Preis haben, den man dann aber gerne bezahlt. Ein weiteres Handycap ist die Frage, ob dieses Triplett ebenfalls verkittet ist, wie sein Vorläufer, Markus jedenfalls schreibt es so. Wenn in diesem Falle die Verkittung nicht exakt durchgeführt ist, leiden diese Optiken an einem unrettbaren Zentrierfehler - und man kann sie dann nicht als Bastlerobjektiv verkaufen, wie das Teleskopservice vor einiger Zeit mit einem anderen APO so gemacht hat. Ein Vergleich mit einem TMB APO wäre wünschenswert, den Markus in seinem Beitrag indirekt schon durchgeführt hat. Nur hätte ich gerne harte Fakten in Form von Testbildern.


    Hat sich den die TMB FH Geschichte beruhigt?


    Zum 80-er Scopos gibt es hier sehr eindeutige Untersuchungen. Demnach wäre er ein sehr guter Achromat, also noch kein Halbapochromat, bezogen auf den Farblängsfehler. Ich stimme also dem Markus in dieser Einschätzung zu.

    Hallo,


    ein Bekannter rief mich gestern abend ganz aufgeregt an und wollte wissen, was denn das für eine helle Scheibe über dem Mond wäre. Dort könne er, so meine Antwort Zeitung lesen, wenn die Luft zum Atmen vorhanden wäre. Die Himmelsmechanik haben offenbar die allerwenigsten begriffen. Jedenfalls riet ich ihm, sich die erdbeleuchtete Scheibe doch einmal mit dem Feldstecher anzuschaun und was er dort sieht. Der Kollege Westerhoff hat doch immer so wunderbare Mondaufnahmen ... ich erinnere mich an die wunderbaren farbigen Vollmondaufnahmen hier auf dem Forum.

    Hallo Hubert,


    ein sehr schöner Bericht. Die FH-Objektive von Lichtenknecker waren vor vielen Jahren schon erstklassige Refraktor-Optiken. Die Art, den Strahlengang zu falten, kann sehr verschieden sein. Die Fagott-Bauweise hat natürlich mit der Beobachtungs-Richtung zu tun, weil man sich dann das Zenithprisma spart, allerdings dann stehen muß. Du wirst auch nicht wissen, welche Glas-Paarungen Lichtenknecker verwendet hat? Das könnte für die Optik-Rechnung noch einmal interessant werden im Zusammenhang mit dem sekundären Spektrum. Falls Dir jemand bekannt ist, der über weitergende Informationen verfügt, laß es mich wissen.

    Hallo,


    ganz blicke ich ja nicht durch, aber ich vermute, dass es um den Unterschied von parallelen Lichtbündeln zu divergenten Lichtbündeln geht. Der Grenzfall eines divergenten Lichtbündels wäre ein Parallel-Lichtbündel. Auf der Erde hat man es meistens mit konvergenten oder divergenten Lichtbündeln zu tun, oder einfacher ausgedrückt mit Lichtkegeln.


    Alois

    Hallo Carsten,


    Quote

    Zweck:
    - qualitative Messung der Oberfläche von Linsen


    in diese Situation wirst du kaum kommen. Wenn überhaupt, dann geht es immer um Kugelspiegel. Bei einem Linsenobjektiv wirst du kaum die Einzelflächen prüfen wollen, sondern nur alle Linsen zusammen.


    Quote

    Zweck:
    - qualitative Messung der Oberfläche von Spiegeln


    geht es dabei um die kleinen Fangspiegel oder um größere Planspiegel?
    selbst bei kleinen Fangspiegel lassen sich die di-elektrisch beschichteten nicht mehr auf Kontakt prüfen. Und mit Wasser würde das nur bei unbelegten Flächen funktionieren.


    Quote

    Zweck:
    Justierung von Objektiven und Spiegeln


    Je nach System funktioniert das anders. Wie Wolfgang schon schreibt, bekommt man Probleme mit der Lagerung. Gegen eine Wasseroberfläche geht die Prüfung höchstens, wenn du das Wasser dunkel einfärbst, damit du eine Reflexion von der Oberfläche bekommst. Öl wäre da viel besser.


    Quote

    Zweck:
    - wenn es geht : Auflösungsvermögen vergleichen


    Da wird ein künstlicher Doppelstern im Abstand von bis zu 100 Meter die bessere Lösung sein, oder ein Objekt in freier Natur. Das kann eine Tafel sein, ein Siemensstern, ein Gitter oder ähnliches. Der Fotohandel hat solche Bilder, die man zur Auflösung nehmen kann. Suche auch mal im Internet unter dem Stichwort Kontrastübertragung. Im ersten Link liegen solche Bilder.
    http://www.leica-camera-user.c…23/117291.html?1139875351
    http://www.schneiderkreuznach.com/knowhow/digfoto.htm
    http://www.hfak.de/dozenten/br…st/michelsonkontrast.html
    http://www.otterstedt.de/wiki/index.php/Bild:Mtf.jpg


    Quote

    Zweck:
    Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie ich den künstlichen Stern einspiegeln soll und gleichzeit ein Okular zur Beobchtung anbringen kann.


    Das geht mit jeder Teilerplatte oder Teilerwürfel.


    Alois

    Hallo Wolfgang,


    Eine Differenz von ca. einem Prozent Strehl wäre durchaus normal, also noch kein Beinbruch. Der bessere Wert beim roten Interferogramm hätte allerdings besser für grün gepasst das bereits überkorrigiert erscheint, also eine Mischung aus Überkorrektur und Zone ist wie man beim Ronchibild sieht. Die TMB Apochromaten sind zwar gut, aber noch lange nicht Spitze, wie immer behauptet wird. Das wird in deinem Berichten sehr schön gezeigt.


    Alois

    Hallo,


    interessanter Bericht. Das relativ kleine sekundäre Spektrum beim AS Objektiv ist wohl der Grund, warum diese Optik als Halbapochromat bezeichnet wurde. Trotzdem besteht natürlich noch ein Unterschied zu den Halbapochromaten, die vielfach mit ED-Gläsern realisiert werden.


    Alois

    http://www.normankoren.com/Tutorials/MTF.html


    bei oberem Link erfährt man etwas über die modulations transfer function. Um aber Deine Kurven der polychromatic diffraktion richtig würdigen zu können, wären Vergleichskurven von Voll-Apochromaten hilfreich. Für den Normalverbraucher sind derartige Kurven eigentlich wertlos. Interessanter wäre der tatsächliche Farblängsfehler mit dessen Hilfe man besser die Qualität des jeweiligen Achromaten eingrenzen könnte.


    Alois

    Hallo Benita,


    ein Thema "Universum" ist schon äußerst weitgefaßt, da würde sogar die Quanten-Theorie noch hineinpassen, die Urknall-Theorie ohnehin, die Relativitätstheorie gleichermaßen, alles zum Thema Aufbau des Universums oder Zukunft des Universums, oder einfach unser Planeten-System, also von Einführung bis hin zu Spezial-Gebieten wirklich alles. Material gibt es im Web mehr als genug - wenn du dich thematisch erst einmal eingeschränkt hast, oder klarer weißt, was genau der Rahmen deiner Arbeit sein soll. Wir würden dich sogar weiter unterstützen, wenn es konkreter wird und du hier am Ball bleibst.


    Alois

    Hallo Jpsef,


    im langwelligen Bereich zeigt das untere Diagramm der Längsaberration deutlich ungünstigere Werte in der 70% Zone, die man deswegen nimmt, weil sie anteilig die größte Fläche darstellt. Viel Erfolg beim Verkauf wünsche ich dir.


    Alois

    Hallo Uwe,


    auch von mir herzlichen Glückwunsch zu deinem Fund. Kleinplaneten entdeckt man ja nicht alle Tage. Nun hast du ja eine Lebensaufgabe, die näheren Details über die nächsten Jahre auszuforschen. Zum Beispiel die Form, die Größe, die genaue Umlaufzeit usw.

    Hallo,


    eine eindeutige Unterscheidung, was einen Apochromat von einem Achromat unterscheidet, sollte es schon geben. Ganz allgemein gilt, daß beim Achromat die Längenaberration im Diagramm wie ein "C" aussieht, während sie beim Apochromat einem "S" ähnelt. Dazwischen liegen dann die Halbapochromaten. Ein Verfahren, diese Typen exakt auseinander zu halten, bietet die Messung des Farblängsfehlers und in einen für alle anwendbaren Einheitswert auszudrücken. Ich wäre an den Formeln interessiert und wie sie abgeleitet werden.


    Quote

    Ich würde erst einmal nur Nachteile sehen, da ja beim Prisma zwei Flächen optisch wirksam werden. Beim Spiegel nur eine.

    Genau genommen sind es drei Flächen, die eine Rolle spielen: Die Ein- und Austrittsfläche und die eigentliche Reflektionsfläche. An die Ein- und Austrittsfläche werden geringe Ansprüche gestellt weil das Licht nahezu senkrecht einfällt, lediglich die Reflektionsfläche muß eine dem Spiegel ähnliche hohe Qualität haben.


    Alois

    Hallo,


    das zweite Bild oben zeigt nicht nur deutlich den Farblängsfehler, man erkennt auch bei näherem Hinschaun einen Zentrierfehler, je näher man an den Fokus kommt. Der Farblängsfehler zeigt sich bei doppeltem Durchgang natürlich besonders deutlich. Am Himmel werden ihn manche überhaupt nicht bemerken, vermute ich mal.

    Hallo,


    ein sehr gelungenes Foto vom Saturn. Wenn dann noch das Seeing mitspielt, wirst du mit dem TMB Achromaten sehr gute Ergebnisse bekommen. Ein leichter Gelbfilter verbessert die Situation dadurch, dass dieser Filter den Anteil des blauen Lichtes abschneidet, was der Fringekiller von Baader offenbar erledigt.


    Alois

    Hallo Volker,


    das ist einfach erklärt. Der pupil radius von 101.5 mm entspricht der Öffnung des Achromaten von 203 mm. Der Farblängsfehler stellt sich in den einzelnen Zonen unterschiedlich dar. Das hängt davon ab, dass bei grün z.B. das Objektiv sehr gut ist, also muß diese Linie nahezu senkrecht im Diagramm stehen, während für blau sich die Kurve nach rechts neigen muß, weil bei dieser Farbe die Mitte kürzer und der Rand länger fällt, ein Zeichen für die Überkorrektur. Bei Rot ist das dann umgekehrt. Die 0.707 Zone teilt die Kreisfläche in ziemlich genau zwei Teile. Der innere Teil geht bis Radius 0.707, der äußere Teil beginnt ab dort. Die 0.707 Zone hat also den größten Flächenanteil und damit auch den größten Anteil am Farblängsfehler. Genau aus diesem Grund wird immer auf diese Zone eingestellt, wenn man den Farblängsfehler ausmißt. Man kann also bei diesen Diagrammen sehen, dass auf der Achse der Farblängsfehler größer ist als in der 0.707 Zone und am Rand beim Apochromaten am besten, beim Achromaten hingegen schlechter, interpretiert man das Diagramm dieser Objektivtypen.

    Hallo,


    aus Gründen vom Flächenmaximum müßte die Beurteilung in der 0.7 Zone mit dem größten Flächenanteil erfolgen. Im Falle des TMB APO ergibt das eine Verbesserung um etwa den Faktor 2, was aber auch dann ein Grenzfall zum Halbapochromaten bleibt. Gemessen jedenfalls wird immer in der 0.7 Zone. Zum Strehl-Wert wäre noch zu sagen, daß sich dieser Wert immer auf die Wellenlänge bezieht, in der gemessen wird, gewöhnlich bei ca. 550 nm, weil für diese Wellenlänge das menschliche Auge am empfindlichsten ist. Natürlich kann man den Strehlwert über das gesamte visuelle Spektrum gewichtet darstellen, also entsprechend der Empfindlichkeit unserer Augen in Abhängigkeit zur jeweiligen Wellenlänge. Ein guter APO ist deswegen auf genau diesen Bereich optimiert. Starke Abweichungen jenseits von Blau oder Rot interessieren also nicht mehr, weil sie kaum wahrzunehmen sind.

    Hallo Cord,


    die Spherochromasie und damit der Farblängsfehler kann besonders beim Foucaulttest eindrucksvoll dargestellt werden, natürlich auch über Ronchi, das das sekundäre Spektrum regelrecht auffächert. Der Vorteil bei Foucault ist, dass man die Farben auch noch den Zonen zuordnen kann. Wenn also für grün bei einem Zweilinser das Objektiv perfekt ist, dann würde man ab der 0.7 Zone die Unterkorrektur von rot ebenso sehen, wie die überkorrektur von blau, das aber immer in einer Mischung der Farben. Beim Sterntest kann man das über die intra- oder extrafokalen Farbsäume gut beurteilen. Da gibt es einen Beitrag dazu. http://www.astro-foren.de/showpost.php?p=26553&postcount=4